Handball: Nicht meine Philosophie
zuletzt aktualisiert: 16.02.2009Interview mit Dirk Musehold
Nach zweieinhalb Jahren Pause werden Sie im Sommer Trainer beim Landesligisten HSV Rheydt. Warum?
Dirk Musehold Wenn man von klein auf Handball gespielt hat, dann kommt man nie so ganz weg vom Sport. Und der HSV hat eben im richtigen Moment bei mir angefragt.
Wie aufmerksam verfolgen Sie jetzt schon den HSV?
Musehold Ich habe mir einige Spiele angesehen und bin der Meinung: Da gibt es viele talentierte Jungs, die aber noch Potential haben. Die Spiele wurden auch meistens nur knapp verloren. Es fehlten oft nur Kleinigkeiten.
In der vergangenen Woche wurde erst Trainer Jörg Stienen entlassen, dann kündigte sein Partner Dirk Leistner.
Musehold Ich denke es steht mir nicht zu, mich dazu zu äußern.
Sie übernehmen den HSV aber nur in der Landesliga?
Musehold Ja. Auch die Neuzugänge würden nur bei einem Nichtabstieg kommen (Anm. d. Red.: Fest stehen Christoph Schaefer, Torsten Kalla, David Oldfield, Pascal Lüdtke).
Es wurden namhafte Neuzugänge gehandelt. Die wird es also nicht geben?
Musehold Das ist nicht meine Philosophie. Die meisten der genannten Namen sind kein Thema für uns. Zukäufe prominenter Spieler wird es nicht geben. Ich will lieber mit dem aktuellen Stamm arbeiten, da ist einiges möglich. Nächstes Jahr möchte mit einigen weiteren Landesliga-Spielern die Mannschaft ergänzen. Ich setze hier eher auf ein eingespieltes Team.
Der Vorstand sprach von einer Rückkehr in die Verbandsliga in den nächsten Jahren.
Musehold Im nächsten Jahr spielt die Verbandsliga keine Rolle. Für mich ist das Saisonziel Aufstieg nicht im entferntesten ein Thema. Das Ziel lautet, sich erst einmal zu stabilisieren. Also weg von jeglicher Abstiegsgefahr und dann wollen wir mal sehen.
Das Gespräch mit Dirk Musehold, ab Sommer Trainer beim HSV Rheydt, führte Andreas Gruhn.
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