Fußball: Norbert Müller hat die richtige Hand
VON KURT THEUERZEIT - zuletzt aktualisiert: 31.03.2007Nichts als Sonne über dem Alten Markt. Das richtige Wetter, um kurz vor dem Training noch ein wenig unter Freunden die neuesten Informationen aus der Amateursportszene auszutauschen. Christian Molls und Damian Schriefers, beide seit langem befreundet, nutzen solche Gelegenheiten häufiger. Mehr zu erzählen hat wohl im Moment Christian Molls, für den auch sportlich die Sonne scheint. Vier Tore erzielte er am Sonntag beim 5:1-Sieg Wickraths in der Bezirksliga gegen Elmpt: „Da haben aber meine Mitspieler tüchtig geholfen, und ich hatte das nötige Glück.“
Das hatte er in dieser Saison nicht immer. Der 22-Jährige hatte sogar erhebliche Probleme, richtig in die Reihe zu kommen. Glücklicherweise ist er in der Lage, seine Entwicklung selbstkritisch zu sehen: „Ich hatte einfach nicht die richtige Einstellung. Die Trainingsleistung stimmte nicht, und auch sonntags konnte ich nicht zufrieden sein.“ Trainer Norbert Müller nahm sich aber genügend Zeit für Christian Molls: „Er ist ein ähnlicher Typ wie Damian Schriefers, der ja jahrelang in Wickrath gespielt hat. Beide muss man zu nehmen wissen. Dann kommt man allmählich klar.“ Der sympathische Problemfall bestätigt seinen Trainer: „Norbert Müller hat sich viel Zeit für mich genommen. Ich habe mir für die Rückrunde etwas vorgenommen. Das scheint zu funktionieren“.
Ob es aber für die Wickrather reicht, noch einmal oben anzugreifen, daran glaubt er, jedoch nur mit einer Prise Skepsis: „Wir brauchen eine Serie. Die anderen Kandidaten sind ja ebenfalls nicht stabil. Wenn wir es dieses Jahr nicht schaffen, dann hoffe ich, nächste Saison oben dabei zu sein.“
Das wird nicht zuletzt vom Wickrather Kader abhängig sein. Sportchef Norbert Müller hat selten viele Spieler beim Training versammelt: „Wir haben viele Studenten. Die können einfach nicht während der Woche immer da sein. Da müssen wir in der kommenden Spielzeit etwas ändern. Wir brauchen Zeit, um Standards, Laufwege und Kombinationen zu trainieren“, schilderte er die Sachlage. So sieht es auch Christian Molls, der am Sonntag gegen Hardt wieder gewinnen will: „Dabei ist es nicht wichtig, ob ich ein Tor erziele. Es wäre aber schön.“ Traurig findet er nur die Entwicklung in Giesenkirchen, wo er bis zur vorigen Saison war: „Da musste mehr drin sein. Verlieren die am Sonntag in Süchteln, ist für sie alles gelaufen.“
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