Fußball: Norbert Müller im Dauerstress
VON KURT THEUERZEIT - zuletzt aktualisiert: 08.02.2008Beim Fußball-Bezirksligisten TuS Wickrath haben sich die Wogen im neuen Jahr geglättet. Bis zum Saisonende ist Planungssicherheit. Sportlich und bei den Vorbereitungen für die neue Saison soll eine Aufholjagd gestartet werden.
Die vergangenen Monate waren für Wickraths Trainer Norbert Müller alles andere als geruhsam. Beim TuS traten finanzielle Engpässe auf. Da mussten Spieler beruhigt und wieder in die Spur gebracht werden. Jetzt hat der städtische Beamte Dauerstress, um die nachkarnevalistischen Probleme in der Stadt zu bewältigen. Ruhe herrscht glücklicherweise beim TuS, so dass sich Norbert Müller punktgenau auf das konzentrieren kann, was wichtig ist.
Langsam Fahrt aufnehmen
Mit seinen Spielern spult er augenblicklich das übliche Ausdauertraining ab. Die Kondition muss stimmen, wenn es im März wieder weiter geht. „Natürlich müssen wir jetzt nach den Karnevalstagen langsam mehr Fahrt aufnehmen. Wir werden in den nächsten Wochen wohl vier- bis fünfmal pro Woche trainieren.“ Die Lust ist bei den Wickrathern sicherlich wieder größer geworden. „Bis zum Saisonende herrscht bei uns Planungssicherheit“, freut sich Norbert Müller nach den vereinsinternen Turbulenzen im Dezember. Zur besseren Stimmung hat sicherlich auch die Vizemeisterschaft bei der Hallen-Stadtmeisterschaft beigetragen. „Dieser Erfolg hat uns natürlich wieder einen Schub gegeben, selbst wenn wir dann beim Masters in Dülken nicht so gut ausgesehen haben“, freut sich Norbert Müller immer noch über den zweiten Platz.
Drei sind krank
Testspiele Am Wochenende wird gegen Katzem gespielt. Weitere Test sind gegen Odenkirchen, Grimmlinghausen und Hochneukirch geplant.
Kranke Christoper Poole muss sich einer Knie-Operation unterziehen, René Rademacher musste wegen einer Nebenhöhlenvereiterung lange pausieren, Christian Molls plagen Magenprobleme, deren Ursachen noch nicht bekannt sind.
Zweiter ist er jetzt schon in der Meisterschaft mit sieben Punkten Rückstand auf den Top-Favoriten 1. FC Mönchengladbach. „Wir haben noch 13 Spiele, und wir werden versuchen, alle zu gewinnen. Ob das klappt, steht in den Sternen, aber wir wollen das versuchen. Es wird auch davon abhängen, ob alle fit sind und bleiben“, gibt sich Norbert Müller recht zuversichtlich. Im Moment fehlen ihm aber einige Akteure. Fraglich wird sein, ob Christian Molls, René Rademacher und Christopher Poole bei der Saisonfortsetzung fit sein werden. Fehlen wird im ersten Spiel gegen Dülken ganz sicher Thomas von der Bank, der als einziger Kicker den Verein verlassen hat (zum SC Hardt). Für Norbert Müller ist der Start nach der Winterpause entscheidend: „Da müssen wir direkt punkten, um den Abstand zum FC nicht noch größer werden zu lassen. Bleiben wir dran, dann haben wir am vierten Spieltag im Aufeinandertreffen mit den Westendern eine tolle Chance, noch für eine spannende Restsaison zu sorgen. Gelingt das nicht, dürfte es schwierig werden, die Spannung aufrecht zu erhalten.“
Gute Ergebnisse dürften nicht nur die Stimmung steigen lassen, sondern auch die Verhandlungen mit den Spielern in den kommenden Wochen erleichtern. Die Wickrather sind ein wenig spät dran, aber durch intensive Arbeit soll auch auf diesem Gebiet eine erfolgreiche Aufholjagd gestartet werden. Rückkehrer Engin Yücetas hat nach 18 Monaten wieder den Versuch unternommen, wieder in den Trainingsbetrieb beim TuS einzusteigen. Ein Kreuzbandriss hatte ihn so lange außer Gefecht gesetzt. Er wollte aber beim ersten Training zu viel: Muskelfaserriss.
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