Basketball: Optimismus war berechtigt
VON JUDIT HÖTTGES - zuletzt aktualisiert: 10.09.2007„Heute landen wir unseren ersten Sieg. An eine Niederlage verschwende ich keinen Gedanken“, ging Sebastian Egelhoff, Manager der NVV Lions, äußerst zuversichtlich in die Partie mit Capone Düsseldorf. Und er behielt Recht. Die Löwen gewannen 79:75 (45:39). „Wir müssen einfach nur an uns glauben“, hatte Trainer Björn Gieseck gestern Abend vor Spielbeginn gesagt. „Wir wollen gewinnen und nach der verpatzten Heimpremiere punkten, haben unsere Hausaufgaben gemacht und sind heiß auf den ersten Sieg.“ Und auch Giesecks Erwartungen wurden erfüllt. „Da ist was zu machen, da ist was drin“, glaubte auch Axel Gruhn, Gladbacher Urgestein, vor dem dritten Spiel der noch jungen Regionalliga-Saison an die Lions: „Die Jungs haben sich gesteigert, sind besser zusammengewachsen, und dann haben wir auch noch Heimrecht. Da ist die Hoffnung auf einen Sieg absolut berechtigt.“
Gruhns Zuversicht war dann ebenso berechtigt wie die von Manager und Coach. Mit dem Erfolgsdruck kamen die Lions gut klar. Gegen Düsseldorf, das wie Gladbach mit zwei Niederlagen in die Saison gestartet war, begannen die Löwen von Beginn an konzentriert, Kampf- und Teamgeist brachten Punkt um Punkt. Das Spiel war eng, nervös wurden die jungen Löwen aber nie. Am Ende jedes Viertels hatten sie die Nase vorn, holten die wichtigen Rebounds und siegten verdient. Die vielen Ballverluste, mangelnden Freiwürfe und zugestandenen Offensivrebounds, die noch im letzten Spiel gegen Grevenbroich zur Niederlage geführt hatten, schienen vergessen. „Wir haben uns in der letzten Woche enorm mit diesen Problemen beschäftigt und sie, so gut es ging, ausgemerzt“, erklärte Gieseck den Erfolg gegen Capone Düsseldorf, das allerdings auch nicht zu den Topfavoriten der Liga gehört. Im Lions-Lager herrschte ausgelassene Stimmung, Düsseldorf war geknickt, und auch Capones Trainer Brent Wilson, der vor drei Jahren bei den Löwen in der Zweiten Bundesliga spielte, wie Gieseck die Seiten wechselte und jetzt als Düsseldorfs Coach an der Linie steht, war geknickt. „Schließlich galt es für uns wie für Gladbach aus dem Tabellenkeller herauszukommen, allein von daher hätten wir nur allzu gern gewonnen.“
Lions: Brad Shove (26), Clayton Longmire (19), Simon Bennett (14), David Skibba (6), Fabian Kamphausen (4), Max Dohmen (4), Kai Bonzelett (3), Andreas Ditges (3).
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