Basketball: Pokal-Finale heute die Chance zur Rehabilitation
zuletzt aktualisiert: 10.03.2008Kollektiv versagten die NVV Lions beim letzten Auswärtsspiel in Leverkusen bei der Reserve Bayers. Bei der 76:100-Schlappe passte einfach gar nichts. „Das Schlechteste, was ich je gesehen habe“, schimpfte Löwen-Trainer Björn Gieseck mit dem Gesehenen: „Eine echte Katastrophe, über die ich gar nicht reden mag. Ich bin echt enttäuscht.“
Von Beginn an befanden sich die jungen Löwen auf der Verliererstraße. „Null Einstellung von Anfang bis Ende“, kommentierte Gieseck. Und die ließen alle Gladbacher missen. Lustlos agierten auch ihre Amerikaner. Clayton Longmire machte so bis zur Pause undiskutable sechs Pünktchen. Teamspiel gab es so gut wie gar nicht. Gab es eine Eins-zu-eins-Situation, setzten zwei Spieler einen Block, schaute der Rest der Mannschaft unbeteiligt zu. „Siegeswillen schien meinen Jungs an diesem Tag fremd“, sagte Gieseck, „und dann wurde auch noch rumdiskutiert.“ Max Dohmen kassierte so ein technisches Foul. Und Gieseck war die Vorstellung letztlich „einfach nur peinlich“. Die Zweitvertretung Leverkusen hingegen genoss den Auftritt in der Wilhelm-Dopatka-Halle, in der sonst nur die erste Garnitur aufläuft. Die jungen talentierten Spieler spielten die Löwen ganz locker an die Wand und ließen sie ganz schön alt aussehen.
Die Prügel gilt es zu verdauen und das ganz schnell. Denn bereits heute (20 Uhr, Jahnhalle) ist Selbstvertrauen ein absolutes Muss, wenn die Lions den WBV-Pokal erstmals nach Gladbach holen wollen. Sie müssen das Final-Rückspiel gegen den Regionalliga-Spitzenreiter Schwelmer Baskets mit mindestens acht Punkten Differenz gewinnen. „Die Vergangenheit hat gezeigt, dass wir gegen die wirklich starken Teams immer ganz gut ausgeschaut haben“, glaubt Gieseck trotz der herben Wochenendniederlage an sein Team. Er zweifelt keinen Moment daran, dass die Mannschaft „im Pokal alles geben und die Einstellung stimmen wird“.
Lions: Clayton Longmire (21), Brad Shove (16), Chet Johnson (13), Max Dohmen (10), David Skibba (9), Kai Bonzelett (3), Patrick Gruhn (2), Franz Wolf (2), Fabian Kamphausen, Ibrahim Polat.
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