Basketball: Probleme der Jung-Löwen
VON TOBIAS LASSMANN - zuletzt aktualisiert: 13.12.2006Die NVV Lions setzen auf Jugendarbeit. Einige Talente haben den Sprung in die 2. Basketball-Bundesliga geschafft. Doch es gibt Abstimmungsprobleme. Es fehle ein Koordinator, sagt B-Jugend-Trainer Wassili Georgoudis.
Jugendmannschaften der NVV Lions
Sechs Jugendteams werden bei den NVV Lions trainiert.
Alle Mannschaften haben die Qualifikation für die Regionalliga bestanden
Keine Mannschaft konnte sich im oberen Tabellenviertel festsetzen.
Fünf der 13 Zweitliga-Spieler stammen aus der eigenen Jugend.
Basketball Trotz hervorragender Leistungen der NVV Lions in der Zweiten Bundesliga sieht sich Manager Sebastian Egelhoff mit einigen Problemen in der Jugendarbeit konfrontiert. „Die Unterstützung der Stadt ist dürftig, wir bekommen weder einen Schlüssel für unsere Trainer noch lange Hallenzeiten während des Winters. Die Fußballer haben eindeutig Vorrang“, weist Egelhoff auf bekannte, jedoch nicht zu ändernde Probleme hin.
Auch eine finanzielle Unterstützung der Turnerschaft Neuwerk, der die Löwen angehören, bleibt untersagt. „Wir wissen, dass nur ein Vollzeittrainer die Arbeit in unserer Jugend auf Dauer stabilisieren kann, aber erhalten keine Unterstützung vom Verein. Eine eigene Finanzierung ist wegen der wichtigen Qualifikation für die Division A noch nicht möglich“, so Egelhoff. In den nächsten Jahren sei aber sicherlich Phil Jones aus dem Zweitliga-Team eine Alternative, der nach Karriereende bei den Löwen die Jugendarbeit übernehmen könne.
Potenzial ist vorhanden
In Bezug auf die Leistung sei die Situation aber noch nicht dramatisch. Denn schließlich hätten Spieler wie Max Dohmen, Fabian Kamphausen und Kai Bonzelett gezeigt, dass der Sprung in die Zweite Bundesliga machbar ist. „Wir haben es dieses Jahr erstmals geschafft, dass sich alle Jugendmannschaften für die Regionalliga qualifizieren konnten“, frohlockt Egelhoff.
Auch für die kommenden Jahre sieht er Potenzial bei einigen Spielern. Frederik Jörg (14), Alexander Palaszewski (14), Moritz List (16), Thilo Barthels (16) und David Skibba (17) können es bei einer positiven Entwicklung in die erste Mannschaft schaffen.
Egelhoffs Projekt vom „Team Mönchengladbach“, das er vor zwei Jahren mit Trainer Carsten Pohl ins Leben rief, biete den Jugendspielern die Möglichkeit, schon früh Erfahrung im Seniorenbereich zu sammeln. Dies habe eine schnelle Entwicklung zur Folge.
Doch Egelhoff trifft mit diesem Konzept nicht überall auf Zustimmung. „Statt der Aufstellung eines Spielers in drei Teams und der Möglichkeit, höherklassig zu spielen, würde regelmäßiges und gutes Training eine bessere Förderung bieten“, sagt Julien Lehrke (16), Kapitän der B-Jugend Mannschaft bei den Löwen. „Die Jugend der NVV Lions spielt weit unter ihren Möglichkeiten“, so Lehrke. „Eine Abstimmung der Trainingsinhalte und eine Leitung der Jugend durch einen Trainer würde bei Jahrgangswechseln die neuen Mannschaften schneller zusammen wachsen lassen“, ergänzt er seine Vorstellung von einer verbesserten Förderung.
Auch B-Jugend Trainer Wassili Georgoudis ist dieser Meinung: „Eine bessere Kommunikation würde die Spielsysteme der Mannschaften synchronisieren. Es fehlt in unserer Jugendarbeit eine Person, die präsent ist und die gesamte Arbeit koordiniert.“
Trotz dieser Einsicht beim Manager ist in den letzten Jahren nichts geschehen. „Wir müssen uns dieses Jahr primär auf die Qualifikation der Division A konzentrieren. Nächstes Jahr versuchen wir trotz weiterer Kosten für Profi-Spieler die Jugendarbeit bei den NVV Lions zu verbessern“, sagt Egelhoff .
- RP ONLINE
- Kontakt
- AGB
- DATENSCHUTZ
- Impressum






