Hockey: Rheydt gegen halb Deutschland
VON THOMAS GRULKE - zuletzt aktualisiert: 19.09.2009Der Bundesliga-Aufsteiger empfängt morgen den Deutschen Meister, der ein halbes Dutzend Nationalspieler beschäftigt. Trotzdem möchte der RSV offensiv spielen. Der GHTC muss in der Zweiten Liga zu Schwarz-Weiß Köln.
Hockey Morgen kommt nicht irgendwer zum Rheydter Spielverein. Immerhin gehörten sechs Spieler von Rot-Weiß Köln der "Goldenen Generation" Deutschlands an, die 2006 in Mönchengladbach Weltmeister und zwei Jahre danach in Peking Olympiasieger wurde. Und auch derzeit steht ein halbes Dutzend Nationalspieler im Kader des Deutschen Meisters, allen voran Stürmerstar Christopher Zeller. Es ist also eine halbe Nationalmannschaft, auf die der Aufsteiger RSV morgen um 12 Uhr im Grenzlandstadion trifft.
Nicht viel zu holen
"Das ist für uns ein echter Leckerbissen, obwohl nicht viel zu holen sein wird", sagt André Schiefer. Auch wenn ein Punktgewinn nicht realistisch ist, erhofft sich der RSV-Trainer einen anderen Auftritt seiner Mannschaft als noch beim 0:3 gegen den Mannheimer HC vor einer Woche. Denn trotz einiger ordentlichen Passagen war Schiefer die Körpersprache ein Dorn im Auge gewesen. "Eine gewisse Grundaggressivität möchte ich immer sehen, ob beim Stand von 0:0 oder 0:5. Ich bin mir aber sicher, dass wir uns diesmal besser verkaufen werden und alles rausholen", sagt Schiefer, der von seinen Leistungsträgern erwartet, dass sie vorangehen.
Doppelter Einsatz
GHTC-Damen Programm Der Zweitliga-Aufsteiger spielt heute gegen den Rissener SV (14 Uhr), morgen gegen Eintracht Braunschweig (12 Uhr, jeweils Holter Sportstätten)
Ziel "Wir haben unseren Fokus auf dem Spiel gegen Rissen, die mit uns auf Augenhöhe sind, Braunschweig ist höher einzustufen. Wir wollen den Schwung vom 5:3 in Leverkusen mitnehmen, müssen aber genauso harte Arbeit und einen großen Kampf abliefern wie letzte Woche", sagt Trainer Achim Krauß.
Denn während Thomas Krauß und Uli Klaus dort gegen Mannheim schon Akzente setzten, ist die Sturmreihe auch aufgrund von Verletzungen noch nicht in Tritt gekommen. Nicht zuletzt deswegen hatte Schiefer kurzfristig in dieser Woche noch ein Testspiel gegen Uhlenhorst Mülheim angesetzt. Dort wurde geprobt, was auch gegen die Topteams der Bundesliga praktiziert werden soll. "Wir werden nicht mehr so abwartend spielen, sondern wollen den Gegner auch unter Druck setzen. Denn irgendwann kommen die Gegner, gegen die wir punkten müssen. Und dann kann man nicht einfach den Schalter umlegen", sagt Schiefer. Attacke ist also angesagt – auch wenn es gegen die halbe Nationalelf geht.
Eine Sache der Konzentration
Während der RSV ein Kölner Team empfängt, muss der Gladbacher HTC in die Domstadt reisen. Heute um 16 Uhr trifft der Zweitligist auf den Liga-Neuling Schwarz-Weiß Köln. Für den gut gestarteten Aufstiegskandidaten keine leichte Aufgabe. "Im letzten Jahr haben wir uns gegen tief stehende Gegner schwer getan. Es ist eine Sache der Konzentration, da seine Ordnung zu bewahren und Lösungen zu finden", sagt Trainer Andrew Meredith, der sich einen Sieg wünscht, um sich von Beginn an in der Spitzengruppe festzusetzen.
Dabei muss er jedoch auf den dreifachen Torschützen Mats Grambusch (aus privaten Gründen in England) verzichten, der nicht nur heute, sondern auch beim verlegten Spiel bei Blau-Weiß Köln am nächsten Donnerstag fehlen wird. "Mats bringt natürlich eine besondere Qualität in unser Spiel. Doch wir haben genug gute Stürmer wie zum Beispiel Julian Altenrath, die sein Fehlen kompensieren können", sagt Meredith.
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