Hockey: RSV steckt im Abstiegskampf
VON THOMAS GRULKE - zuletzt aktualisiert: 30.01.2012Hockey (RP). Kurz keimte die Hoffnung auf, es könne nochmals so laufen wie vergangene Woche. Wieder lag der Rheydter Spielverein klar zurück, erneut setzte er zur Aufholjagd an, als er ohne Torwart, aber mit sechs Feldspielern agierte. Er verkürzte auch von 0:6 auf 2:6, doch am Ende reichte es gegen die ETG Wuppertal nicht mehr zum Punktgewinn.
Im Gegenteil: Der RSV verlor 5:11 (0:5) und kassierte damit die zweite Niederlage des Wochenendes, nachdem er am Tag zuvor 4:7 bei Eintracht Dortmund verloren hatte. Die Gefahr, innerhalb eines Jahres von der Zweiten Bundesliga in die Oberliga durchgereicht zu werden, ist damit größer denn je. Rheydt, das um den Aufstieg mitspielen wollte, steckt mitten im Abstiegskampf der Regionalliga.
"Wir sind noch nicht abgestiegen, obwohl es sich jetzt im ersten Moment richtig hart anfühlt", sagte Aditya Pasarakonda. Der Trainer haderte vor allem mit dem Auftreten seines Teams vor der Pause. "Wir dürfen uns so nicht abschießen lassen und müssen im Angriff entschlossener agieren." Die fehlende Durchschlagskraft in der Offensive war schon entscheidend für die Niederlage in Dortmund. "Wir haben noch drei Spiele und noch drei Gegner, gegen die wir in der Hinrunde gewonnen haben. Es ist noch alles drin", so Pasarakonda.
Auch die Damen des Gladbacher HTC mussten eine Niederlage im Abstiegskampf der Regionalliga einstecken. Beim Club Raffelberg gab es ein 3:4 (1:2). "Die Moral hat gestimmt, die Mannschaft hat sehr gut gekämpft. Wir hatten ein wenig Pech", sagte Trainer Oliver Kurtz. Seine Mannschaft lag stets zurück, blieb aber bis zum Ende dran. Doch die Tore durch Paula Heuser, Marie Schmid und Silke Ungricht waren letztlich zu wenig, so dass der GHTC nun sieben Punkte Rückstand auf die Nichtabstiegsplätze hat. "Jetzt spielen wir aber erst gegen die direkten Konkurrenten", sagte Kurtz.
Nach den Damen spielten die Gladbacher Herren in Raffelberg und setzten ihre imponierende Siegesserie fort. Das 6:3 (4:0) war der neunte Sieg im neunten Spiel für den schon feststehenden Zweitliga-Meister. "Wir haben über 60 Minuten Gas gegeben. Der Sieg geht völlig in Ordnung, nur hätten wir gerne noch ein paar Tore mehr erzielt", sagte Trainer Jan Klatt.
Den Grundstein zum Erfolg legte Gladbach vor der Pause, als es bereits deutlich davonzog. Dabei machte Leon Johenneken bei seinem Liga-Debüt das 2:0. "Er hat generell richtig gut gespielt", lobte Klatt, dem nach der Pause nur das etwas zu unpräzise Passspiel missfiel. So trafen in der zweiten Hälfte nur noch Marcus Funken und Florian Adrians, der Erfolg geriet allerdings zu keiner Phase mehr in Gefahr.
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