Fußball: Schiedsrichter wurden zu teuer
VON SASCHA KÖPPEN - zuletzt aktualisiert: 06.07.2007Bei den Arbeitstagungen des Fußballkreises Mönchengladbach-Viersen für den Spielbetrieb der Männer und Frauen geht es normalerweise eher ruhig zu. Diesmal sorgte jedoch eine von Thomas Klingen als Vorsitzendem des Kreisfußballausschusses vorgestellte neue Regelung für eine lebhafte Diskussion. Dabei ging es um die Einladung der Schiedsrichter zu den Spielen. Dabei wird künftig das Verschicken einer Doppelkarte an den Unparteiischen für die Vereine entfallen. Als Gegenleistung sollten sie pro Saison 50 Euro für ihre erste Mannschaft im Kreis und 40 Euro für jede weitere zahlen. Hinzu kommen noch 10 Euro für jedes Team, das in der Bezirksliga oder einer höheren Klasse spielt, weil Schiedsrichter aus dem Kreis für Pokal- oder Freundschaftsspiele benötigt werden.
Das halten viele Vereine für zuviel, obwohl je Mannschaft schon allein etwa 20 Euro für das Porto wegfallen und die Entsendung der Unparteiischen automatisch geregelt würde. Erst, als sich der Fußball-Ausschuss und die Schiedsrichter, für die der Zeit- und Kostenaufwand deutlich größer wird, einer Senkung auf 40 und 30 Euro zustimmten, kam es zu einer guten Zweidrittelmehrheit unter den Vereinen. Sie müssen nun je nach Zahl der gemeldeten Mannschaften zwischen 40 und 110 Euro jährlich bezahlen. Dafür haben sie nicht mehr das Risiko, den Schiedsrichter nicht korrekt eingeladen zu haben.
Kreisvorsitzender Franz-Josef Vos bat erneut dringend, verdiente Vereinsmitglieder für den Ehrenamtspreis vorzuschlagen. In der abgelaufenen Spielzeit gab es nicht einen Vorschlag im hiesigen Kreis. „Ich sehe hier im Saal schon mehr als zwei Handvoll Menschen, die dafür in Frage kämen“, merkte er an. Der Preis steht bis 2008 unter dem Motto „Schule und Verein“, doch schulisches Engagement sei keine zwingende Voraussetzung für einen Vorschlag. Zudem hat erst knapp die Hälfte der Vereine einen Ehrenamtsbeauftragten benannt. Im Herbst wird es dazu eine Schulung geben, zu der jeder Verein einen Vertreter entsenden muss.
Fünf Mannschaften mehr
Mit 107 Senioren-Mannschaften im Spielbetrieb hat der Kreis als einziger am Niederrhein zugelegt – das sind fünf mehr als vergangene Saison. Bei den Frauen meldeten Giesenkirchen, der VfB Hochneukirch und der Polizei SV neue Mannschaften an; insgesamt spielen im Kreis nun elf Frauen-Teams. Bei den Männern nimmt der „Scribes Football Club“ aus dem Hauptquartier künftig am Spielbetrieb der Kreisliga C teil, allerdings ohne Wertung. Zu dieser Lösung kam man, weil die dort spielenden britischen Militärangehörigen oft nur für kurze Zeit in Deutschland sind.
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