Spannung oder Langeweile
VON KURT THEUERZEIT - zuletzt aktualisiert: 07.12.2007Im Spitzenspiel der Fußball-Bezirksliga kann Willich mit Trainer Jörg Pufahl den Abstand zu Spitzenreiter 1. FC auf zwei Punkte verringern. Gewinnen die Gladbacher, haben sie acht Punkte Vorsprung.
Tolle Serien
Serie 1 Willich hat zuletzt in neun Spielen achtmal gewonnen und einmal Unentschieden gespielt.
Serie 2 Der 1. FC blieb vor der 1:3-Niederlage in Nettetal zuvor in zwölf Spielen ungeschlagen, siegte elfmal und spielte einmal Unentschieden.
Gegenspieler von Nando di Buduo war im Hinspiel Stefan Flöth. Ihn wünscht sich der Torjäger auch am Sonntag als Kontrahenten.
Er spielt noch für den 1. FC Mönchengladbach, allerdings bei den Alten Herren: Jörg Pufahl, ehemaliger Rheydter Oberliga-Kicker und inzwischen Trainer beim Bezirksligisten Willich. Er würde nur allzu gerne am Sonntag durch einen Sieg gegen den Spitzenreiter aus dem Westend für neue Spannung in der Liga sorgen. Doch der FC wird sicher alles daran setzen, eine weitere Niederlage zu vermeiden, gepflegte Langeweile ist aus seiner Sicht angenehmer.
„Ich wäre schon damit zufrieden, wenn wir Willich durch ein Unentschieden auf Distanz halten könnten“, zeigt sich FC-Trainer Frank Mitschkowski erstaunlich jedoch zurückhaltend. Gewinnen will aber unbedingt sein Torjäger Nando di Buduo: „Ich habe in Willich gespielt und dort noch viele Bekannte. Ich möchte gewinnen und nicht auf ein Unentschieden spielen.“ Den Optimismus holt er sich aus dem Hinspiel, als ihm nach der Pause drei Treffer zum 5:1-Sieg gelangen.
„Wir waren nicht in Bestform“
An dieses erste Saisonspiel denkt Jörg Pufahl nicht so gerne zurück: „Da waren wir noch nicht in Bestform. Wir haben uns im Laufe der Spielzeit gefestigt und mit dem Ex-Viersener Timo Ildynis noch einen wichtigen Spieler dazu gewonnen.“ Allerdings ist Jörg Pufahl nicht so vermessen und überschätzt seine Mannschaft: „Wenn wir und der FC in Bestform spielen, dann sind die Gladbacher immer noch ein bis zwei Tore besser als wir.“ Aber Willichs Trainer will zumindest besser aussehen als im Hinspiel. Da setzt er vor allem auf die Motivation seiner Spieler: „Noch einmal wollen die sich so nicht abziehen lassen. Ein besseres Ergebnis und vor allem ein besseres Spiel sollten für uns herauskommen.“ Ein Sieg muss jedoch das Ziel sein, denn dann würde sich der Abstand zum Spitzenreiter auf nur zwei Punkte verringern, so dass es nach der Pause wirklich ein offenes Rennen wäre.
Nando di Buduo zeigt Respekt vor seinem früheren Verein, besitzt aber auch so viel Selbstbewusstsein, dass ihm der Tabellenzweite keinen besonderen Schrecken einjagt: „Wir müssen dort sicher eine bessere Einstellung an den Tag legen als letzten Sonntag beim 1:3 in Nettetal. Da haben alle schlecht gespielt. Aber sicherlich stehen wir nicht ohne Grund an der Spitze. Mit einem Sieg in Willich könnten wir schon recht gelassen in die Rückrunde starten.“ Gelingt das Vorhaben, hätte der FC acht Punkte Vorsprung und den bisher hartnäckigsten Konkurrenten deutlich distanziert.
„Ich kann in Willich auch wieder auf einige Stammspieler zurückgreifen, die in Nettetal nicht dabei waren. Zudem werden sich meine Spieler anders präsentieren“, hofft Frank Mitschkowski, dass die Niederlage bei Unions Reserve vergessen gemacht werden kann.
Ihn schreckt auch nicht, dass Kollege Jörg Pufahl bereits angekündigt hat, dass auf jeden Fall auf Asche gespielt wird: „Der Rasenplatz ist unbespielbar, der Kunstrasenplatz liegt uns genauso wenig wie den Gladbachern.“
Einen Sieg der Willicher würde sich Jörg Pufahl nicht nur der Spannung wegen wünschen, sondern er könnte dann auch das nächste Treffen mit seinen Kollegen aus der AH-Mannschaft des FC intensiver genießen.
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