Uli Knauer tut es noch einmal
VON SASCHA KÖPPEN - zuletzt aktualisiert: 24.11.2007Der Gladbacher Turngau hat die lange Phase seiner Führungslosigkeit beendet. Auf dem außerordentlichen Verbandstag in Rheydt wählten die Delegierten Hans-Ulrich Knauer vom TV Heinsberg zum neuen Vorsitzenden. Der ist eigentlich Ehrenvorsitzender, hatte das Amt des Vorsitzenden bereits von 1991 bis 2000 inne und sieht sich selbst nur als „Interimsvorsitzenden“ für die kommenden zwei Jahre.
„Ich habe mir die Entscheidung 14 Tage lang schwer gemacht. Den Ausschlag hat dann gegeben, dass Matthias Kaiser sich auch wieder um die Jugend kümmern wollte“, sagte der 74-Jährige, für den vom ersten Tag an die Suche nach einem möglichen Nachfolger im Vordergrund stehen soll. „Ansonsten ist es unser Ziel, wieder die Ruhe des gemeinsamen Zusammenarbeitens zu erreichen.“
Von einem solchen Zustand konnte bei den Turnern schon länger keine Rede mehr sein. Im Mai trat der Vorsitzende Friedhelm Baur (TV Mülfort-Bell) zurück, weil der Druck aus der Jugend auf ihn zu groß wurde. Der komplette Jugendvorstand hatte wegen eines Streits um die Verteilung der Aufgaben schon zuvor hingeworfen. In der neuen „alten“ Konstellation war Matthias Kaiser (TV Giesenkirchen) bereit, den neu zu wählenden Jugendvorstand anzuführen. „Nach dem Rücktritt hatte ich eigentlich mit dem Thema abgeschlossen. Für mich war Uli Knauer der Einzige, unter dem ich noch einmal zugestimmt habe, das Amt für zwei Jahre auszuführen“, erklärte Kaiser.
Aus dem alten Jugendvorstand bleibt Silvia Heppner (TV Pongs) als Beauftragte für die Wettkampf-Organisation an seiner Seite. Neu im Jugendvorstand sind Ursula Cremer (TuS Wickrath) als Zweite Vorsitzende sowie die Beisitzerinnen Melanie Kaiser (Giesenkirchen) und Kirsten Lessenich (Turnerschaft Lürrip).
Mit den erfolgreichen Wahlen geht auch eine arbeitsreiche Phase für Johannes Heinen zu Ende. „Er hat gearbeitet bis zum Umfallen“, lobte Uli Knauer den Vizepräsidenten, der sich kommissarisch um die Geschäfte gekümmert hatte und nun entlastet wird. In Zukunft soll es im Vorstand drei weitere Beisitzer geben. Diese konnten jedoch noch nicht gewählt werden, weil dies beim regulären Verbandstag im März in Rheindahlen eine Satzungsänderung bedingt. „Ich gehe davon aus, dass es jetzt Einvernehmlichkeit geben wird, weil alle wissen, dass es nur so geht. Mir kann jeder ins Gesicht sagen, was er denkt, solange es nicht unter die Gürtellinie geht“, sagte Knauer.
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