Borussia: Weigand zufrieden, das "Effe"-Poster bleibt
zuletzt aktualisiert: 30.05.2011Michael Weigand war zufrieden. Ungeachtet der Tatsache, dass der Antrag der Mitgliederoffensive 2007/2011, deren Frontmann der 34-Jährige ist, den für den Sport zuständigen Vizepräsidenten von den Mitgliedern direkt wählen zu lassen, gescheitert war. "Wir haben durchgesetzt, dass der Vorsitzende des Fanprojekts in den Ehrenrat kommt und dass sich Borussia verpflichtet, keine Anteile zu verkaufen", sagte Weigand. Vor allem aber war er froh, dass der Antrag der Initiative Borussia und somit Stefan von den Fans deutlich abgeschmettert wurden.
"Es war ein guter Tag. Die Initiative wurde verhindert, es hat sich da gezeigt, dass der Mitgliederverein, den wir wollen, bereits Realität ist. Wir haben zwei Anträge durchgekriegt, wir haben den Klassenerhalt geschafft und das Votum der Fans zeigt ganz Deutschland, dass Borussia ein reifer Verein ist, dessen Mitglieder sehr verantwortungsvoll mit ihrem Stimmrecht umgehen", sagte Weigand.
Er und seine Mitstreiter haben zumindest eines mit der von Effenberg angeführten Konkurrenz gemeinsam: Auch die Offensive zieht sich zurück, wie angekündigt. "Wir werden unsere Arbeit inhaltlich einstellen. Aber wir werden schauen, dass wir personell die Aufsichtsratswahl im nächsten Jahr begleiten", sagte Weigand. Er selbst werde sich als Kandidat für den Aufsichtsrat nicht ins Spiel bringen, "sollte ich aber vorgeschlagen werden, sehen wir weiter", sagte Weigand.
Die Wahlkampf-Scharmützel mit der Initiative waren anstrengend, gesteht der Offensive-Mann. Stefan Effenberg, der nun sein politischer Gegenspieler war, sei weiterhin sein sportliches Idol, gestand Weigand. Das Poster mit "Effe" vom Pokalsieg werde er jedenfalls nicht abhängen. Dass Effenberg aber wortlos die Versammlung verließ, als sich die Wahlniederlage abzeichnerte, "enttäuscht mich". Als das Ergebnis contra Effenberg & Co. festand, habe er "die eine oder andere Träne verdrückt", sagte Weigand. Ansonsten freue er sich, nun wieder als normaler Fan und nicht als Wahlkämpfer in der Kurve zu stehen, sagte Weigand.
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