Wenn Berlin verliert, dann richtig
zuletzt aktualisiert: 15.09.2006Bei Werder Bremen II verlor Borussias Regionalliga-Elf am Sonntag auch das vierte Auswärtsspiel. Die Erklärung von Trainer Horst Wohlers ist so einfach wie nachvollziehbar. „Wenn man in der Regionalliga mit den Spielern gewinnen soll, die in der Oberliga auf der Bank gesessen haben, dann ist klar, dass das nicht geht.“ Die mangelnde Qualität dürfte am Sonntag im Grenzlandstadion gegen Hertha BSC Berlin II kaum noch ein Problem sein. „Es ist immer gut, wenn die Profis schon am Samstag spielen und nicht allzu weit weg sind“, verrät der Trainer. So dürften ihm Tobias Levels und Johannes van den Bergh wohl wieder zur Verfügung stehen. Möglich ist zudem der Einsatz von einem oder gar zwei weiteren Profis, die Spielpraxis sammeln sollen.
Aus dem eigenen Aufgebot meldeten sich zudem René Schnitzler und Jan Hammes zurück. „Das hört sich gleich ganz anders an, ist aber auch nötig“, stellt Wohlers klar. Bei Robert Fleßers, der an einer Schienbeinentzündung laboriert, ist der Einsatz fraglich, bei Marvin Compper unwahrscheinlich. Die Berliner ließen zuletzt durch ein 3:0 gegen Holstein Kiel aufhorchen. „Wenn die verlieren, dann meistens auch richtig“, gibt sich Wohlers dennoch optimistisch. „Aber wenn sie gewinnen auch“, fügt er an. Ein frühes Tor wäre also genau das richtige Mittel, um es sich selbst leichter zu machen. Druck machen, dabei aber die Defensive nicht vergessen – so lautet die Devise.
In den Heimspielen hat die Wohlers-Elf bisher immer einen ordentlichen Eindruck hinterlassen, im Grenzlandstadion auch noch nicht verloren. Fakt ist, dass die drei Punkte gegen Berlin ganz besonders wichtig wären. Denn das rettende Ufer ist schon jetzt mit einem Sieg nicht mehr zu erreichen.
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