Fußball: Wickrath: keine schnelle Lösung
VON KURT THEUERZEIT - zuletzt aktualisiert: 18.12.2007„Wir haben tatsächlich ein zeitliches Problem“, gesteht Wickraths Fußball-Vorsitzender Hans Josef Brungsberg. Der TuS kann augenblicklich die zugesagten Gelder an die Spieler nicht auszahlen. Seit Wochen rumort es beim Tabellenzweiten der Bezirksliga. Zusätzlich wird natürlich die Gerüchteküche angeheizt, denn einige Kicker haben sich bereits lautstark mit Wechselabsichten beschäftigt.
Hans-Josef Brungsberg ist die Situation unangenehm, aber er sieht im Moment nur geringe Handlungsmöglichkeiten für den Vorstand: „Wir warten auf Geld, das aber in dem Umfang, wie wir es brauchen, bis Weihnachten nicht vorhanden sein wird. Aber wir bemühen uns, die Auswirkungen des Problems so gering wie möglich zu halten“, gibt der Vorsitzende der Spielabteilung offen erhebliche Zahlungsschwierigkeiten zu.
Spieler haben ein Zeitproblem
Wodurch die Probleme ausgelöst wurden, darüber schweigt Hans Josef Brungsberg. Auch über Spieler, die möglicherweise den Verein verlassen werden. Zumindest dadurch entsteht ein Zeitproblem. Wollen die Spieler tatsächlich noch wechseln, dürfen sie sich nicht mehr lange Zeit lassen. Verlassen sie sich auf Zusagen, die vielleicht nicht eingehalten werden können, und warten sie zu lange, dann ist ein Wechsel nicht mehr möglich.
Aber die Auswirkungen der Wickrather Finanzmisere dürfte wohl kaum noch vom Vorstand gesteuert werden können. Heute Abend werden sich Mannschaft und Trainer zusammensetzen und die Lage besprechen. Trainer Norbert Müller hat den Spielern seit Sonntag eine Denkpause gegönnt und erwartet, dass bei diesem Treffen die Karten offen auf den Tisch gelegt werden: „Ich will wissen, mit wem ich nach der Winterpause noch rechnen kann. Ich muss mir dann auch überlegen, was ich mache. Ich muss nicht oben mitmischen, aber ich muss mit dem Kader eine Perspektive erkennen können.“ Eine Zusage hat er bereits erhalten. Christian Molls hat spontan versprochen, die Saison in Wickrath zu Ende spielen zu wollen. „Ein toller Zug, mit dem ich nicht unbedingt gerechnet hatte“, freut sich Norbert Müller.
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