Tischtennis: Wickrath wagt das Abenteuer
VON HANS WITTKE - zuletzt aktualisiert: 27.08.2008Der TuS schaffte in der vergangen Spielzeit den Klassenerhalt erst sehr spät. Und jetzt spielt er gleich mit zwei Mannschaften in der Verbandsliga. In der die Naturfreunde Rheydt als Aufstiegskandidat gelten.
MÄNNER Die Naturfreunde werden von den Konkurrenten in der Verbandsliga als Aufstiegskandidat gehandelt. Neben dem deutlich favorisiertem Oberliga-Absteiger Osterath wird Rheydt viel zugetraut. Dies liegt wohl vor allem daran, dass die Naturfreunde in der vergangenen Saison die Rückrunde als zweitbeste Mannschaft abschlossen: Von einem Abstiegsplatz hatten sie sich bis auf Rang vier vorgearbeitet. „Ob wir nochmals eine so gute Runde hinlegen können, müssen wir abwarten“, tritt Mannschaftsführer Raimund Pispers ein wenig auf die Euphoriebremse. „Wir wollen möglichst zwei gleich gute Serien hinlegen. Ob es dann für eine Spitzenplatzierung reicht, wird sich wohl erst sehr spät herausstellen.“ Er glaubt, dass es zu einer ähnlich spannenden Saison kommt wie in den vergangenen zwei Jahren.
Schwerer Auftakt für Rheydt
Mit Alexander Schapiro (1. Neusser TTC Nordstadt) verzeichnet Rheydt einen Neuzugang. Leonid Taschlyk wird zunächst eine Pause einlegen. Los geht es beim TTC/SG Türnich-Brüggen, das ebenfalls aus der Oberliga abgestiegen ist. Für Pispers ist daher klar: „Das wird ganz schwer. Mit einem Zähler wären wir schon zufrieden.“
TuS Wickrath ist diesmal gleich mit zwei Mannschaften in der Verbandsliga vertreten. Während sich die Erstvertretung vergangene Saison erst spät den Klassenverbleib sicherte, gelang der Reserve der Aufstieg über die Relegationsrunde. Nach reiflicher Überlegung hat sich der Verein entschlossen, das Abenteuer einzugehen. Für beide Mannschaften setzt Abteilungsleiter Hubert Radermacher den Klassenverbleib als Ziel.
Während die Erste trotz des Abgangs von Roger Albrecht (zu Oberliga-Aufsteiger Porselen) eine ausgeglichene Mannschaft ist, dürfte es für die Reserve deutlich schwerer werden. Michael Jakobs, der die Position Albrechts übernimmt, und Johannes Becker rücken aus dem Aufsteigerteam nach. Für die Erstvertretung ist der Abstiegskampf nichts Neues; in den vergangenen beiden Spielzeiten wurde der Klassenverbleib erst an den letzten Spieltagen gesichert.
Ganz anders ist die Situation bei der Zweiten Mannschaft. Neben Jakobs und Becker gehören auch Spitzenspieler Bernd Schiffers und Frank Mund nicht mehr dazu: Beide ziehen sich in die Bezirksliga zurück. Dafür wurde das Team durch Stefan Wustmann (24 Jahre) und Alexander Kuhn (20 Jahre) deutlich verjüngt. Mannschaftsführer Volker Schwarz schätzt die Lage realistisch ein: „Wir gehen das Abenteuer Verbandsliga an, obwohl wir wissen, dass es viele Niederlagen geben wird. Dennoch werden wir als Team an- und auftreten.“
Hochneukirchs Linkshänder
Karl-Josef Assenmacher, Mannschaftsführer des Landesligisten Hochneukirch, erwartet eine interessante Saison, in der sich der JTTC aus Auf- und Abstiegskampf heraushalten möchte. Mit einem Platz im gesicherten Mittelfeld wäre der ehemalige Fußball-Bundesliga-Schiedsrichter Assenmacher schon zufrieden. Mit Neuzugang Adrian Wagner, der zuvor beim TTC Union Mülheim ebenfalls in der Landesliga spielte, haben die Hochneukircher die Mannschaft verjüngt. Zweiter Zugang ist Udo Gansel (Viktoria Goch). „Mit unseren drei Linkshändern können wir drei gute Doppel aufbieten“, sieht Assenmacher vor allem hier eine Stärke. „Wenn wir gut starten, müssen wir den Vorsprung nur noch ins Ziel retten.“
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