Basketball: Zu viel geredet, zu ungestüm – Lions 86:89
zuletzt aktualisiert: 25.02.2008Gescheitert sind die NVV Lions am Wochenende an sich selbst. Viel zu viel Auseinandersetzungen, unnötige Diskussionen mit den Schiedsrichtern und eine verschlafene erste Halbzeit brachten beim Südpark Bochum eine 86:89 (35:50)-Niederlage. Anstatt mit Bochum punktemäßig gleichzuziehen und in der Tabelle zu klettern, hängen sie so weiterhin auf dem siebten Tabellenplatz fest. Bochum hat jetzt zwei Siege mehr, zu spielen sind nur noch drei Partien.
Wie schon im Hinspiel unterlagen die Lions knapp. In Gladbach seinerzeit mit fünf, nun mit drei Punkten. Damals wurde die Partie am Ende, diesmal am Anfang verloren. „Die erste Halbzeit war echt nicht so toll“, gestand Löwen-Trainer Björn Gieseck. „Die Verteidigung war nicht gut, und wir gerieten durch unnötige Ballverluste und schlechte Würfe schnell und hoch ins Hintertreffen.“ Nach der Pause lief es besser. Gieseck beschwor seine Jungs: „Keine Diskussionen mit den Schiris, wenn es etwas zu klären gibt, mache ich das.“
Der Coach wollte technische Fouls vermeiden. Die hatten Brad Shove, der zudem zusätzlich bereits bis zur Pause schon vier Fouls auf dem Konto hatte, und Chet Johnson zusätzlich kassiert. Nach der Pause holte sich Patrick Gruhn dann doch noch ein technisches Foul ab. „Wir hätten lieber den Mund gehalten, damit wären wir besser gefahren und hätten gewinnen können.“ Am Ende kam es dann erneut zum Tumult. „Die Punkte waren falsch aufgeschrieben worden“, so Gieseck, „allerdings hätten uns die zwei nicht notierten Punkte letztlich auch nicht den Sieg gebracht“, versuchte Gieseck die Niederlage nicht schön zu reden. „Es war vielmehr die schlechte Mannschaftsleistung, die unnötigen Aktionen, sprich zu jeder Schiedsrichterentscheidung seinen Senf dazu geben zu müssen und die mangelnde Verteidigungsleistung, die uns die Niederlage brachte.“ So scheiterte die sehr junge Mannschaft der Lions an ihrer ungestümen Art, also an sich selbst.
Lions: Clayton Longmire (25), Max Dohmen (21), Brad Shove (20), Chet Johnson (18), Patrick Gruhn (2), Kai Bonzelett, David Skibba, Fabian Kamphausen.
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