Hockey: Zu wenig rausgeholt
VON THOMAS GRULKE - zuletzt aktualisiert: 26.04.2010Der RSV verliert das letzte Spiel vor der Abstiegsrunde 2:4 gegen Frankenthal. Der GHTC gewinnt auch nicht daheim, erreicht gegen Schwarz-Weiß Köln nur ein Unentschieden. Die Damen dagegen feiern einen wichtigen Erfolg.
Vizeweltmeister geehrt
Spiele Die Ansetzungen der Abstiegsrunde mit dem RSV, Rüsselsheim, Frankenthal und Nürnberg sollen schon heute bekannt gegeben werden.
Ehrung Dieter Langen vom GHTC ehrte vor dem Spiel die beiden Vizeweltmeister Christoph Menke und Andrew Meredith.
Hockey Eigentlich wollte Andrè Schiefer seinen Spielern morgen einen freien Abend gönnen. Ein wenig Abstand vor dem Beginn der Abstiegsrunde am 9. Mai würde schon gut tun. Doch die 2:4 (0:1)-Niederlage seines Rheydter Spielvereins gegen die TG Frankenthal im letzten Vorrundenspiel der Bundesliga ließ ihn umdenken. "Mir haben nur der Anfang und das Ende der zweiten Halbzeit gefallen. Ansonsten haben wir aber viel zu wenig von dem umgesetzt, was wir uns vorgenommen hatten", sagte der RSV-Trainer, der morgen nun eine Video-Analyse angesetzt hat.
GHTC verliert Penaltyschießen
Gegen Frankenthal, auf das der RSV auch in der Abstiegsrunde wieder treffen wird, schonte Schiefer die angeschlagenen Uli Klaus und Christopher Schoenen. Ein Signal für Zurückhaltung in der bedeutungslosen Partie sollte dies aber nicht sein. "Zu lasch" spielten die Rheydter für ihren Trainer zunächst. Kurz nach der Pause traf Simon Starck nach einer Strafecke zum Ausgleich, der RSV blieb am Drücker – die Tore machten aber die Gäste. Scheinbar mühelos zogen sie mit ihren wenigen Angriffen auf 4:1 davon.
Belal Enabas 2:4 fünf Minuten vor dem Ende eröffnete nochmals eine Schlussoffensive, die aber nichts mehr einbrachte. "Ich gehe trotzdem optimistisch in die Abstiegsrunde, denn Frankenthal hat uns jetzt auch nicht Angst eingejagt", sagte Schiefer, dessen Mannschaft es außerdem mit dem Rüsselsheimer RK sowie dem Nürnberger HTC zu tun bekommt. In der Zweiten Bundesliga verpasste es der Gladbacher HTC, seinem Trainer Andrew Meredith zum Geburtstag einen Sieg zu schenken. Daheim gegen Schwarz-Weiß Köln kamen die Gladbacher über ein 2:2 (1:1)-Unentschieden nicht hinaus. Das anschließende Penaltyschießen gewann der Gast 3:2.
"Es ist ärgerlich, wir sind letztlich an uns selbst gescheitert", sagte Kapitän Christoph Menke, der seine Mannschaft nach müdem Beginn in Führung brachte (27.). Doch erst nach der Pause entwickelte der GHTC den nötigen Druck und hätte mehr Tore machen können als das 2:1 durch Max Brors (48.) Stattdessen erzielte der Gast kurz vor dem Ende laut Menke noch ein "Würgetor". Trotz des nur einen Punktes bleibt der GHTC Tabellendritter.
Einen wichtigen Sieg im Abstiegskampf der Zweiten Bundesliga feierten die Damen des GHTC beim Rissener SV. Durch das 4:2 (2:1) beim Tabellenletzten sprang der Aufsteiger auf den sechsten Platz. "Es war zwar am Ende ein wenig glücklich, doch beim Stand von 2:1 hätten wir uns auch haushoch in Führung schießen müssen", sagte Trainer Achim Krauß. Nach einer sehr nervösen Anfangsphase drehten Jana Ebert und Anne Krauß die Partie. Und nach dem Ausgleich trafen erneut Krauß und Kirsten Ungricht zur Entscheidung. "Wir haben die Leistung gebracht, die wir bringen mussten", sagte Krauß, der so auch besser mit der gestrigen 0:5 (0:0)-Niederlage bei Eintracht Braunschweig leben konnte.
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