Fußball: Zum Glück Kunstrasen
VON SASCHA KÖPPEN - zuletzt aktualisiert: 10.02.2010Die Laufschuhe waren für die A-Liga-Fußballer ein wichtiges Arbeitsgerät in der winterlichen Vorbereitung.
Dennoch sind viele Trainer nicht unzufrieden mit dem Leistungsstand ihrer Mannschaften.Ein Satz neue Laufschuhe – der dürfte nach dieser Winter-Vorbereitung wohl bei vielen Klubs nicht nur in der Kreisliga A auf der Einkaufsliste stehen. Denn wochenlang blieb es vielerorts dabei, den Fußballplatz aus der Ferne zu betrachten. Dennoch sind viele A-Ligisten nicht unzufrieden mit der Vorbereitung.
"Wir hatten mit dem Kunstrasen ja zum Glück nur etwa anderthalb Wochen, in denen wir nicht auf den Platz konnten", sagt Frank Pöhler, der die Reserve des 1. FC Mönchengladbach trainiert. Wie während der Saison wurde dreimal wöchentlich trainiert, und auch mit den Testspielen ist Pöhler zufrieden. "Gegen Fortuna haben wir 2:1 gewonnen, obwohl wir eine halbe Stunde mit zehn Mann gespielt haben, am Sonntag haben wir dann 1:3 gegen Schwanenberg verloren, aber auch nicht schlecht gespielt", fasst der Trainer zusammen.
Der dritte Anlauf
Problem Zweimal ist das Spiel Liedberg gegen Korschenbroich ausgefallen, zuletzt Sonntag.
Termin Nun soll am Samstag um 15 Uhr der dritte Anlauf gemacht werden. Schon mit einem Punktgewinn im einzigen Nachholspiel der Kreisliga A könnte Korschenbroich wieder die Tabellenspitze übernehmen (Hinspiel 1:1).
Kondition ist das große Plus
Trotz des nicht allzu großen Kaders waren beim 1. FC im Schnitt 14 Kicker bei den Einheiten dabei. "Die Kondition war schon in der Hinrunde unser großes Plus. Die Beteiligung ist spitze, obwohl viele Spieler durch Beruf und Studium stark eingespannt sind", sagt Pöhler. Nach den ersten Spielen wird der FC wissen, ob er sich auf den Aufstiegsplätzen halten kann. Dann stehen gleich die Partien gegen Kleinenbroich, Viersen II und Korschenbroich an. Mit Tim Kiak kehrte ein offensiver Mittelfeldspieler zurück, der im Sommer zum SC Rheindahlen gewechselt war.
Auch beim VfB Korschenbroich, dem zweiten Aufstiegsfavoriten, verlief die Testphase sehr ordentlich. "Wir haben keine Einheit ausfallen lassen, waren in der Halle, zum Laufen am Schloss Rheydt, oder wir haben die Stufen im Grenzlandstadion für Konditionstraining benutzt", verrät VfB-Coach Frank Borchardt. Nach einem 1:0 gegen Nievenheim und einem 2:2 gegen Odenkirchen 05/07 gab es am Sonntag im letzten Testspiel ein 1:0 gegen Hardt. Ohne Selami Kir, der sich im Dezember für Borchardt überraschend abgemeldet hatte, wird Korschenbroich künftig auskommen müssen. Dafür wechselte Marcel Jörke vom 1. FC nach Korschenbroich. "Unser Test am Sonntag war auch deshalb wichtig, damit Marcel einmal neben Rafael Przybilla testen konnte, bevor es wieder los geht", berichtet Borchardt.
Bei Blau-Weiß Meer ist jetzt Stefan Pennarz Trainer. Der harte Winter schränkte auch hier die Möglichkeiten ein. "Immerhin gibt es hier eine Sauna, die wir auch schon ausführlich in Anspruch genommen haben", sagt der Trainer. Auch für Meer verlief der Test am Sonntag ordentlich. Bei Fortuna gab es ein 0:0. "Wir waren mindestens gleichwertig, haben nur das Tor nicht gemacht", analysiert Pennarz. Um noch in das Aufstiegsrennen einzugreifen, dürfte der Rückstand der Blau-Weißen schon zu groß sein.
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