Nettetal: 3,9 Mio. Euro für die Konjunktur
VON LUDGER PETERS - zuletzt aktualisiert: 11.03.2009Nettetal (RPO). Noch nie ist in Nettetal in einem Jahr so viel Geld in die Hand genommen worden. Rund 15 Millionen Euro investiert der "Konzern Nettetal", wenn man die Stadt (mit Nettebetrieb), Stadtwerke, Baugesellschaft und Krankenhaus darunter führt. Jetzt packt der Bund mit seinem Konjunkturpaket II noch einmal 3,9 Millionen Euro obendrauf.
Bürgermeister Christian Wagner legte gestern dem Haupt- und Finanzausschuss die Liste der Maßnahmen vor, die nun zusätzlich angepackt werden sollen. Schmerzliche Erkenntnis für die Stadt: Der schöne Plan, viel Geld in die Erweiterung und Modernisierung von Schulen zu stecken, kann nicht umgesetzt werden. Dafür kann der Bund aus Gründen der Rechtssystematik der Stadt kein Geld geben. Also konzentriert sich Nettetal darauf, ausnahmslos alle Kindertagesstätten so auszustatten, dass bis 2011 Kinder unter drei Jahren hier angemessen betreut werden können. Geld wird außerdem für die energetische Sanierung (Fenster, Dächer) bereit gestellt. Letzteres kann auch an den Schulen umgesetzt werden, ohne dass die Stadt Schwierigkeiten bekäme.
Allein 1,2 Millionen Euro will die Stadt für den Neubau der Sporthalle in Kaldenkirchen einsetzen. Restliche Beträge sollen in den Hubertusplatz, das Parkstübchen Hinsbeck, das Feuerwehrgerätehaus Leuth und einen zentral gelegenen neuen Spielplatz in Breyell gesteckt werden. Alternativ zur Sporthalle böte sich auch der seit Jahren immer wieder aufgeschobene Neubau des Bauhofes an. Die Liste ist nicht geschlossen. Im Augenblick wird sie politisch beraten. Sie soll vom Rat Ende März beschlossen und umgesetzt werden. SEITE B 5
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