Nettetal: 43 Katzen aus Reihenhaus geholt
VON GABI LAUE - zuletzt aktualisiert: 26.05.2007Nettetal (RPO). Nach einem Hinweis haben Kreis-Veterinäramt und das Nettetaler Ordnungsamt Dutzende Katzen aus einem Reihenhaus in Lobberich-Sassenfeld geholt. 43 Miezen landeten bis gestern im Matthias-Neelen-Tierheim. Weitere Katzen, die sich zunächst dem Hilfeversuch durch Flucht entzogen, sollen noch geholt werden. Das Veterinäramt gab gestern unter Hinweis auf das „schwebende Verfahren“ keine Stellungnahme ab.
Die Eigentümerin, eine in einem Reihenhaus lebende ältere Dame, soll Katzen per Inserat angeboten haben, berichtete das Ordnungsamt der Stadt Nettetal auf Nachfrage. Ein Interessent alarmierte dann die Behörden. Die trafen auf chaotische Verhältnisse. „Die ganze Wohnung war voller Kot und Urin. Es stank erbärmlich, so hätte ich nicht leben können“, schilderte Tierheim-Leiter Ralf Erdmann seinen Eindruck beim Abholen der Tiere. Die teils kastrierten, teils noch fortpflanzungsfreudigen Samtpfoten wurden tierärztlich untersucht, einige behandelt. Sie seien aber nicht so ernsthaft erkrankt wie die im November 2004 aus einem Süchtelner Haus geholten 90 Katzen. Nach der damaligen Räumungsaktion mussten 39 Katzen schnellstens eingeschläfert werden, um ihnen weiteres Leiden zu ersparen.
Bei den Miezen aus dem Sassenfeld ist Ralf Erdmann zuversichtlich: „Die kriegen wir schon wieder aufgepäppelt.“ Einige sind unterernährt, viele haben Schnupfen, fast alle plagen Flöhe. Für den überraschenden Groß-Zuwachs hat der Tierheimleiter das alte Katzenhaus auf dem Gelände wieder in Betrieb genommen. Ob und wann die Katzen vermittelt werden können, entscheidet in Kürze das Kreis-Veterinäramt.
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