Nettetal: Abriss für den Aufbau
VON ANGELIKA RITZKA - zuletzt aktualisiert: 03.07.2009Nettetal (RPO). Gestern Mittag begann der Abbruch der kleinen Turnhalle am Werner-Jaeger-Gymnasium. In 14 Tagen
wird an der selben Stelle die Baugrube für die neuen Mensa zu sehen sein. Im Oktober beginnen die Bauarbeiten.Abriss ist gar nicht so einfach. Bürgermeister Christian Wagner muss das gerade feststellen. Eigentlich erfüllt er sich gerade einen Jungs-Traum: Einmal mit dem Bagger was einreißen. Vor versammeltem Publikum und ohne Übung ist das nicht ohne.
Der Baggerarm bewegt sich Richtung Glasbausteine. Es kracht und rumst gehörig. Die Schaufel schlägt das erste Loch in der Turnhalle am Werner-Jaeger-Gymnasium. "Nach vorn, nach vorn", dirigiert der eigentliche Baggerführer Wolfgang Heinkes gestikulierend. "Weiter, weiter", ruft's aus dem Publikum. Ein neuer Rums, ein neues Loch. "Klappt doch", kommt der Kommentar aus den Zuschauerreihen.
Der Neubau
Mensa 120 Sitzplätze und eine Terrasse. Der Raum kann mit einer Trennwand in zwei Bereiche geteilt werden und können bei Bedarf auch für eine Hausaufgabenbetreuung oder für Veranstaltungen genutzt werden.
Kosten 880 000 Euro. 100 000 Euro kommen als Förderung vom Land NRW.
Entwurf Architekturbüro Klaus Ketels, Lobberich.
Die Turnhalle am Werner-Jaeger-Gymnasium muss weg, weil hier im Herst die neue Mensa gebaut wird. 14 Tage wird der Abbruch dauern, sagt Heinz-Josef Meertz, Chef der mit den Arbeiten betrauten Breyeller Firma Tiefbau Meertz. Die Turnhalle ist 32 mal 17,30 Meter groß. Das Abbruchvolumen umfasst 2500 Kubikmeter. Bald ist das alles Geschichte.
Baubeginn im Oktober
"Wir haben einen sehr knappen Zeitplan", sagt Technische Beigeordnete Susanne Fritzsche. "Wir werden die Ferien für Tiefbauarbeiten nutzen." Nach den Sommerferien wird der Bauantrag eingereicht, ab Oktober beginnt der Bau der Mensa. "Zu Weihnachten soll die Baustelle dicht, also das Dach drauf sein", sagt die Technische Beigeordnete weiter. Dann ist der Innenausbau dran. "Unser Ziel ist es, vor den Sommerferien 2010 fertig zu sein."
Die neue Mensa, in deren Souterrain zwei Musikräume sowie ein Instrumentenraum untergebracht werden, wird hell und licht. Dafür sorgen große Scheiben. Das Gebäude wird zum Teil geklinkert, zum Teil geputzt und mit Holz verkleidet.
"Das richtige Signal" nennt Christian Wagner den Abbruch der Turnhalle aus dem Jahr 1959/1960. Schule und Vereine nutzen die Halle seit der Errichtung der Dreifach-Turnhalle schräg gegenüber des Gymnasiums ohnehin nicht mehr. "Sie muss weg, damit etwas Neues entsteht", so der Bürgermeister.
"Die Notwendigkeit einer Mensa für unsere Schule war schon immer da", sagt Elisabeth Ponzelar-Warter. Die Leiterin des Werner-Jaeger-Gymnasiums sieht ihre Schüler in naher Zukunft nicht nur mit Fachwissen gefüttert, sondern auch "ausreichend gesättigt". Derzeit, so Ponzelar-Warter, schmieren Mütter für Nachmittagsschüler Baguettes. Volle Mägen sind das eine. Das andere ist der Musikunterricht. "Mit den Musikräumen wird die Entwicklung unserer Instrumental-AG unterstützt", so die Schulleiterin.
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