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Nettetal: Arbeiten in Australien

VON CHRISTIAN SPOLDERS - zuletzt aktualisiert: 01.09.2010

Nettetal (RPO). Dreieinhalb Monate lang arbeitete Kristina Schepers in Sydney bei der Industrie- und Handelskammer . Zwischendurch hatte die Hinsbeckerin aber auch Zeit, den Kontinent "Down Under" zu erkunden.

Das Leben von Kristian Schepers in Sydney: Ihren Arbeitstag verbringt sie bei der Deutsch-Australischen Industrie- und Handelskammer. Foto: RPO
Das Leben von Kristian Schepers in Sydney: Ihren Arbeitstag verbringt sie bei der Deutsch-Australischen Industrie- und Handelskammer. Foto: RPO

Hinsbeck/Sydney Irgendwann, ganz zu Beginn der Reise, ging es ihr wie so vielen, die für mehrere Monate in die weite Welt hinausziehen. Nachdem sie sich von Freunden und Verwandten in Hinsbeck verabschiedet hatte, fragte sich Kristina Schepers irgendwo auf dem 24 Stunden langen Flug zwischen Deutschland und Australien: "Was mache ich hier eigentlich?"

Dabei hatte ihre sechsmonatige Reise noch gar nicht richtig begonnen – und dennoch war die Antwort denkbar einfach. "Für mein International Business Communication-Studium in Nijmegen musste ich noch ein Praktikum absolvieren", erklärt die 24-Jährige. Seit 2005 studierte sie an der Hochschule in den Niederlanden, zum Abschluss fehlte eben nur noch der Einblick und die Mitarbeit in einem Unternehmen ihrer Wahl. Sie entschied sich für die Deutsch-Australische Industrie- und Handelskammer in Sydney. "Die Stadt, das Land – da hatte ich schon Lust drauf", sagt sie. "Außerdem konnte ich so davon ausgehen, dass ich mein Business-Englisch verbessere."

Info

Das ist Australien

Das Land Etwa 21,8 Millionen Menschen leben auf dem Kontinent "Down Under", der ab der zweiten Hälfte des 18. Jahrhunderts von Engländern besiedelt wurde. Die ursprünglichen Einwohner, die Aboriginies, machen heute nur noch etwa zwei Prozent der Bevölkerung aus.

Die Städte Canberra ist die Hauptstadt. Sydney ist mit etwa 4,5 Millionen Menschen die größte Stadt.

Denn während ihrer Arbeit mitten in der Millionen-Metropole war es unausweichlich, dass sie mit australischen Firmen-Vertretern und Kollegen Englisch spricht. "Termine vereinbaren, Kundenanfragen beantworten, Texte für die Website schreiben und die Solar-und Windenergie-Konferenz mitorganisieren und gestalten", fasst sie ihre Aufgaben zusammen. "Zwar wurde im Büro auch Deutsch gesprochen, allerdings musste ich mit Australiern natürlich Englisch sprechen und dafür auch neue Fachbegriffe lernen."

Gelernt hat sie aber auch, dass sie sich am anderen Ende der Welt ohne Probleme zurechtfinden kann. Mit einer Arbeitskollegin, die sie erst in Sydney kennengelernt hat, teilte sie sich vier Monate lang ein Zimmer. Jeden Morgen fuhr sie vom Stadtteil Northbridge aus mit dem Bus über die Harbour Bridge ins Büro in der Innenstadt. "Die ersten Tage war das noch unfassbar", sagt sie. "Aber mit der Zeit gewöhnt man sich daran." Und gönnt sich statt des Blicks auf das Opera House noch ein kleines Nickerchen.

Bereits während ihres Praktikums hat Kristina Schepers aber auch immer wieder die Zeit gefunden, nicht nur Sydney, sondern auch andere Städte des Kontinents zu erkunden: Sie reiste von Darwin und Cairns im Norden bis Melbourne im Süden, von Perth im Westen bis Sydney im Osten. "Ganz zum Schluss bin ich mit einer Freundin, die extra für einen Monat nach Australien gekommen ist, an der Ostküste entlang gereist", sagt sie. Ausflüge zum Great Barrier Reef und auf die Whitsunday Islands inklusive.

Anschließend ging es – nach einem einwöchigen Zwischenstopp auf Fidschi – wieder nach Hause. "Auf der einen Seite ist es schon traurig, dass die Zeit vorbei ist", sagt Kristina Schepers. "Aber ich habe mich auch riesig gefreut, die ganze Familie und meine Freunde wiederzusehen." Und mittlerweile hat sie auch eine Antwort auf die Frage gefunden, was sie in Australien eigentlich gemacht hat. "Ich hatte nicht nur eine grossartige Zeit, habe nicht nur eine neue, sehr lässige Kultur und viele tolle Menschen kennengelernt", sagt sie. "Vor allem habe ich jetzt auch meinen Bachelor-Abschluss in der Tasche."

Quelle: RP

 
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