Nettetal: Ausbildung zur Primaballerina
VON JANNETTA SZPAK - zuletzt aktualisiert: 30.04.2010Nettetal (RPO). Die Ballettschule Katja Kelping feiert am Wochenende ihr 25-jähriges Bestehen mit einem Tag der offenen Tür. Pünktlich zum Jubiläum ist die Ballettschule in neue Räume an der Wevelinghoverstraße in Lobberich umgezogen.
Katja Kelping hat gleich dreierlei zu feiern: Sie unterrichtet seit drei Wochen nicht nur in neuen, lichtdurchfluteten Räumen, sondern zelebriert gleichzeitig das 25-jährige Bestehen der Ballettschule, die seit einem Jahr staatlich anerkannt ist. Das alles soll am Sonntag, 2. Mai, mit einem Tag der offenen Tür groß gefeiert werden. "Ich hatte bereits vor fünf Jahren ein Auge auf diese Räume geworfen", erzählt die Leiterin der Ballettschule. Die Arbeiten sind abgeschlossen, die Schüler freuen sich über den neuen Tanzraum. Den kleinen und großen Tänzern stehen 140 Quadratmeter Tanzfläche zur Verfügung. Der Boden ist ein spezieller Schwingboden, der mit einem Tanzteppich überzogen ist, um Ausrutschen zu verhindern.
Förderklasse Bühnentanz
Pünktlich beginnt die Tanzpädagogin ihren Unterricht mit Schülerinnen ab drei Jahren. In rosafarbenen Anzügen bereiten sich die Mädchen auf den Tag der offenen Tür vor. Um 11 Uhr beginnt am Sonntag ein abwechslungsreiches Programm, das Einblicke in den Tanzunterricht aller Gruppen gibt. "Um 15 Uhr sind alle zu einer Aerobicstunde mit meiner Kollegin eingeladen", sagt Kelping. Während Katja Kelping klassisches und modernes Ballett unterrichtet, trainiert Sissi Anders-Müllers Tanzschüler in Aerobic und Hip-Hop. Über 350 Schülerinnen und Schüler kommen jede Woche zum Unterricht. Beim Tag der offenen Tür werden in den Pausen auch Vorführungen von Schülern der Tanzakademie Arnheim und des Kempener Tanztreffs stattfinden.
Die besonders Begabten besuchen bei Kelping die sogenannte "Förderklasse", um ihrem Traum vom Bühnentanz näher zu kommen. Derzeit besuchen neun Mädchen und ein Junge im Alter zwischen acht und elf Jahren diese Klasse. Wichtig ist der Leiterin dabei von kleinauf nach einem bestimmten Konzept zu unterrichten, auf die körperliche sowie geistige Eignung zu achten.
Nach dem Schulabschluss liegt die Entscheidung dann bei den Tänzern, entweder das Hobby zum Beruf zu machen oder einen anderen Weg zu wählen. "Ich würde mich sehr über eine Zusammenarbeit mit einer Schule freuen, um das Konzept weiter auszubauen", erklärt die Tanzlehrerin. Katja Kelping beschäftigt sich seit vielen Jahren mit Anatomie und Physiologie. Bevor es am Nachmittag mit dem Unterricht in der Schule an der Wevelinghoverstraße losgeht, trainiert Kelping jeden Tag, um den Schülern eine gute Ausbildung zu bieten. Die Räume in der Schule sind in einem warmen Gelbton gestrichen, die Umkleidekabinen bieten ebenfalls viel Platz und die gemütliche Sitzecke lädt zum Zuschauen ein. Viele Eltern beobachten ihre Kleinen gerne durch die Glastür. Vielleicht wird aus dem einen oder anderen Mädchen oder Jungen einmal eine Primaballerina oder ein großer Tänzer.
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