Nettetal: Ausverkauf: "Hertie sagt buy-buy"
zuletzt aktualisiert: 25.06.2009Nettetal (RPO). Bei Hertie ist gestern der Räumungsverkauf gestartet. Im Hertie-Sprech heißt das so: "Hertie sagt buy-buy." So steht's auf einem Aufsteller, der in der Lobbericher Filiale dezent im Schaufenster über die "Sale"-Kartons drapiert ist. "Es ist noch nicht klar, wie lange der Räumungsverkauf dauern wird", sagte Filialleiterin Marion Schmeer auf Anfrage. Die Hertie-Mitarbeiter, auch die 20 in Lobberich, waren am Dienstag kurzfristig informiert worden, sagte Hertie-Sprecher Wolfgang Weber-Thedy. Damit ist die letzte Runde für den Warenhausbetrieb eingeläutet. Wie lange der Ausverkauf dauern werde, wollte Weber-Thedy nicht sagen. Dies hänge auch davon ab, wie schnell die Waren an die Kunden gebracht werden. Daraus ergibt sich wiederum das Datum der endgültigen Schließung der Warenhäuser. Ende Juli ist wahrscheinlich. Vergangenen Freitag wurden die Verhandlungen um den Sozialplan abgeschlossen. Damit war der Weg für die endgültige Abwicklung des insolventen Warenhauskonzerns frei. Von dieser Entwicklung unberührt, nimmt Erster Beigeordneter Armin Schönfelder für die Stadt Nettetal morgen an den Hertie-Rettungsgesprächen in Frankfurt teil. "Wir lassen nichts unversucht", sagte Stadt-Pressesprecher Christoph Kamps. "Wir engagieren uns für die Hertie-Mitarbeiter und für den Standort." Zudem möchte Nettetal dabei sein, sollte sich eine Entwicklungsmöglichkeit für die Warenhaus-Standorte ergeben. "Wir sind bereit, etwas mit anzuschieben", so Kamps. In der Runde, die auf Initiative der Bürgermeister von Hertie-Standorten von der Deutschen Bank organisiert wurde, wollen sich alle Beteiligten an einen Tisch setzen, um eine Lösung für Hertie zu finden. Hertie-Sprecher Weber-Thedy sieht darin keinen Widerspruch zum Ausverkauf. "Wir sind sehr froh, dass die Deutsche Bank das Gespräch organisiert hat", so Weber-Thedy. "Aber wir sind nur Gäste."
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