Nettetal: Bahn nervt Anwohner mit Lärm
zuletzt aktualisiert: 30.05.2007Nettetal (RPO). Eine Baustelle an der Bahnstrecke zwischen Kaldenkirchen und dem Leuther Schwanenhaus raubt Anwohnern mittlerweile den letzten Nerv. Vor allem nachts mischt sich in den Lärm der Großgeräte immer wieder das Warnsignal an die Arbeiter, wenn ein Zug naht. Die akustische Warnung begleiten gelbe Warnlampen, die in Reihe geschaltet sind.
„Es ist ist kaum auszuhalten“, berichtete gestern Karl-Heinz Bonacker. Er wohnt seit Jahrzehnten direkt an der Bahn und ist Lärm durch den Zugbetrieb gewohnt. „Aber das zurzeit ist einfach zu viel.“ Vergrätzt hat die Anwohner auch, dass die Deutsche Bahn vorher keine Handzettel verteilt habe und damit Kontaktdaten fehlen. „Die Niederländer haben kürzlich auch uns umfassend über Bauarbeiten informiert, sie waren ansprechbar. Wenn wir Arbeiter ansprechend, sind die nicht zuständig oder wissen nichts. Und telefonisch wird man bei der Bahn nur herumreicht, es hilft aber keiner.“
Für die Deutsche Bahn in Düsseldorf ist das kaum vorstellbar. Ein Sprecher wunderte sich gestern sehr darüber, dass den Anwohnern keine Informationen über die Bauarbeiten zugegangen sein sollen. Das sei eigentlich absolut üblich. Er berief sich auf eine Nachtarbeits-Genehmigung und berichtete, dass die besonders geräuschvollen Arbeiten beendet sein sollten. Er habe großes Verständnis dafür, dass Anwohner bei Bauarbeiten stark belastet seien und könne sich für die Unannehmlichkeiten letztlich nur entschuldigen.
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