Nettetal: Barrierefrei Natur erleben
VON ANGELIKA RITZKA - zuletzt aktualisiert: 30.07.2009Nettetal (RPO). Der Nabu-Naturschutzbund baut in Kürze um: Das Gebäude soll behindertengerecht werden.
Schmale Türen und enge Räume werden zum 25-jährigen Bestehen des Hofs der Vergangenheit angehören.Die Geldgeber
Stiftung Die NRW-Stiftung fördert Naturschutz, Heimat- und Kulturpflege im Land. Vorbild ist der britische National Trust.
Projekte Mit Geld der Stiftung wurde am dem Naturschutzhof eine Werkstatt eingerichtet. Geld gab's auch für die Arbeitsgemeinschaft Biotopschutz für den Kauf einer Scheune, in der der Landschaftshof Baerlo untergebracht ist sowie für den Umbau des Infozentrums der Biologischen Station Krickenbecker Seen.
Im späten Herbst kommen die Handwerker auf den Nabu-Naturschutzhof im Sassenfeld. Wenn die Natur eine Pause vom Blühen und Wachsen einlegt, wird das Gebäude des Naturschutzhofes umgebaut. Barrierefrei und behindertengerecht soll es werden. Von der Nordrhein-Westfalen-Stiftung gibt es dafür 52 000 Euro.
Mit dem Umbau folgt der Naturschutzhof einem Trend im Umwelt-Erlebnis-Bereich: In diesem werden behinderte und ältere Menschen als neue Zielgruppe entdeckt. Dem liegt auch der demografische Wandel zugrunde: Die Zahl älterer Menschen wächst, viele davon sind körperlich eingeschränkt. Sie können Treppen oder schmale Türeingänge nicht oder nur mit großer Anstrengung bewältigen.
"Wir haben bereits viele behinderte Besucher", sagte Heinz Tüffers, neben Heinrich Maibaum Mitbegründer des Nabu-Naturschutzhofes. "Und wir hoffen, diese Menschen künftig noch verstärkt anzusprechen." Es sei für sie bereits jetzt kein Problem, sich draußen zu bewegen: Hochbeete und Hochteiche ermöglichen es Rollstuhlfahrern und Blinden, Pflanzen und Kräuter ohne Bücken oder vom Rollstuhl aus bequem zu ertasten und an ihnen zu schnuppern.
Für den Aufenthalt im Infozentrum sollen Türen verbreitert, eine Behinderten-Toilette eingebaut und speziell der Eingangsbereich des Gebäudes verbreitert werden. So sehen die Pläne vor, dass die Vorderfront des Eingangstraktes abgerissen wird. Zwischenwände fallen, auch das Dach wird erhöht und komplett erneuert. Die Fläche im Gebäude bleibt insgesamt gleich, doch wird es Behinderten einfacher, sich dort zu bewegen.
Mit dem Umbau erhalten die Mitarbeiter des Naturschutzhofes auch eine neue Küche und neue Toiletten. "Die Anlagen sind nicht mehr auf dem neuesten Stand", sagte Heinz Tüffers. Das Gebäude war vor fast einem viertel Jahrhundert errichtet worden. Renovierungsbedarf ist da.
Wenn die letzten Pflanzenbörsen des Jahres auf dem Naturschutzhof über die Bühne gegangen ist und auch Erntedank vorüber sein wird – geht es los. Besucher können das Außengelände des Hofs weiter besuchen, sagt Tüffers. Die Toiletten stehen während des Umbaus jedoch nicht zur Verfügung.
Kommendes Jahr feiert der Naturschutzhof sein 25-jähriges Bestehen. Dann soll alles fertig sein. Tüffers rechnet mit drei Monaten Umbauzeit. Für das Geld von der Stiftung sind die Naturschützer dankbar.
- RP ONLINE
- Kontakt
- AGB
- DATENSCHUTZ
- Impressum


