Nettetal: Bei Pierburg droht Kurzarbeit
VON MANFRED MEIS - zuletzt aktualisiert: 06.02.2009Nettetal (RPO). Die weltweite Krise in der Automobilindustrie trifft nun auch Nettetal. Für sein Werk in Lobberich plant der Automobilzulieferer Kolbenschmidt Pierburg Kurzarbeit – wie schon in Neuss und Berlin.
Die Werkleitung hat die rund 400 Mitarbeiter in dieser Woche davon unterrichtet und Verhandlungen mit dem Betriebsrat aufgenommen, die am Montag nächster Woche fortgesetzt werden. "Noch ist nichts beschlossen, aber es läuft mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit auf Kurzarbeit hinaus", sagte Betriebsratsvorsitzender Wolfgang Tretbar gestern der RP.
Beantragt ist dem Betriebsratsvorsitzenden zufolge eine Verkürzung der Arbeitszeit um rund 20 Prozent. Diese Übereinkunft gilt zwischen dem 1. März und dem 1. August. Über die genauen Modalitäten werde nun verhandelt: ob eine Woche im Monat nicht gearbeitet wird, oder ob in jeder Woche am Montag oder Freitag Arbeitsruhe herrscht, ist noch nicht heraus.
Es sei ebenfalls noch nicht klar, ob tatsächlich sämtliche Mitarbeiter des Automobilzulieferbetriebes von der Kurzarbeit betroffen sind, erläuterte Tretbar, der zugleich der Vorsitzende des Konzernbetriebsrates ist.
In anderen deutschen Werken von Kolbenschmidt Pierburg war schon Anfang Januar Kurzarbeit eingeführt worden. Für Lobberich hatte man dies zunächst für die erste Jahreshälfte 2009 ausgeschlossen, doch werden die Auswirkungen der Krise nun schon sehr viel deutlicher sichtbar als noch vor zwei Monaten.
Als Vorsitzender des Konzernbetriebsrates kennt Betriebsratsvorsitzender Wolfgang Tretbar die Situation des Unternehmens sehr gut.
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