Nettetal: CDU setzt Schwerpunkte auf Arbeit und Bildung
zuletzt aktualisiert: 19.06.2009Nettetal (RPO). Arbeit und Bildung stellt die Nettetaler CDU in den Mittelpunkt ihres Programms für die Kommunalwahl am 30. August. In der Auftaktveranstaltung im Restaurant Krickenbecker Seen unterstrich Parteivorsitzender Jürgen Boyxen, dass die Union Bildung unter dem Gesichtspunkt der Chancengleichheit versteht. Beides sei wiederum Teil des thematischen Schwerpunktes Jugend und Familie, die schon vor fünf Jahren das Wahlprogramm dominiert hatten. Allerdings betrachte sich die CDU nicht als Zusammenschluss von Menschen, die auf jede Frage sofort eine Antwort hätten und für jedes Problem Patentlösungen böten.
"Wir haben in der noch laufenden Wahlzeit mehrfach bewiesen, dass wir auch schon einmal auf die Bremse treten und nachdenken und nicht reflexhaft agieren", betonte Boyxen. Ein Beispiel sei die Diskussion um das eigene Jugendamt gewesen. Zum Schulentwicklungsplan habe die Fraktion einen umfangreichen Fragenkatalog entwickelt, intensiv über die Antworten beraten und dann ihre Meinung gebildet. "Man sollte erst dann etwas sagen, wenn man etwas zu sagen hat", so Boyxen.
Die Zukunft der Stadt liegt für Bürgermeister-Kandidat Christian Wagner darin, Bildungsangebote zu optimieren, Schule und Wirtschaft zu vernetzen und Arbeitsplätze zu sichern oder neue zu schaffen. Der Stadt fehle es nicht an Anziehungskraft, wie die Ansiedlung der Firma MEG in Breyell an der Autobahn beweise. "Das ist ein Invest ausgerechnet auf dem Höhepunkt der schlimmsten Finanzkrise." Mit einem Seitenhieb auf die Schlüsse, die die IHK aus dem Standortgutachten für den Kreis zog, fügte er hinzu: "Nettetal ist nicht der äußerste Rand der Bundesrepublik, in dem man nur noch Blumen züchten könnte."
Nettetal solle sich regional und grenzüberschreitend organisieren. Partner sieht Wagner im Kreis Viersen, in Venlo und in Straelen. Fraktionsvorsitzender Günter Werner fasste Schwerpunkte zusammen, die in den kommenden fünf Jahren die Politik bestimmen werden. Die Innenstadt-Entwicklung von Lobberich (Kaufland) und Breyell (Stadtquartier) habe Vorrang. Kaldenkirchens Innenstadt müsse mit viel Kreativität gestärkt werden. Der Ausbau der U3-Angebote in Kindergärten, die Sicherung und Ausgestaltung des Krankenhauses als Gesundheitszentrum sowie die Vorsorge für ältere Menschen dort und in betreuten Wohnformen werde Nettetal sehr beschäftigen. Die CDU befürchtet, dass die Seen als ökologische Herzstücke der Naturschutzgebiete und mit ihrer besonderen Anziehungskraft auch für Tourismus verloren gehen, wenn nicht gehandelt wird. "Die Seen sollen nicht verlanden", so Boyxen.
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