Nettetal: Codewort Müll-Chip
VON LUDGER PETERS - zuletzt aktualisiert: 24.11.2008Nettetal (RPO). Seit drei Wochen erhalten im Auftrag der Entsorgungsfirma EGN in Nettetal graue und braune Mülltonnen Chips. Sie werden für das Identsystem ab dem 1. Januar codiert. Bisher laufen die Arbeiten nach Angaben von EGN störungsfrei.
Die grauen und braunen Müllbehälter von Haushalten in 187 Straßen der Stadt Nettetal sind bereits mit Chips bestückt und codiert. „Die Arbeiten laufen gut“, berichtete Kristiane Helmhold, Sprecherin der Entsorgungsgesellschaft Niederrhein (EGN), die ab dem 1. Januar nach dem neuen System Restmüll und Kompost in der Stadt einsammeln wird.
Die Stadt hatte sich entschieden, die Leistung gemeinsam mit der Nachbargemeinde Grefrath zum 1. Januar auszuschreiben. Das so genannte Identsystem sieht vor, dass die Tonnen 15 Mal im Jahr für einen ion den Gebühren enthaltenen Preis zur Leerung herausgestellt werden können. Wer die Tonne öfter herausstellt, der zahlt jede weitere Leerung zusätzlich. Die Codierung der Tonnen wurde notwendig, um das Zählwerk an den Müllfahrzeugen in Gang zu setzen.
Vorarbeiten
Identsystem Nettetal und Grefrath erwarten mit der gemeinsamen Einführung des neuen Systems eine Kostenentlastung der Bürger.
Tonnen Codiert und mit Chip versehen werden in Nettetal rund 13 100 graue und 9800 braune Tonnen. In Grefrath sind die Arbeiten abgeschlossen.
Schonfrist Nettetal macht die Tonnen im ersten Jahr nicht „scharf“. Die Bürger sollen sich an das System gewöhnen können.
Genügend Chips vorhanden
In den vergangenen Tagen hieß es gerüchteweise, die EGN habe Probleme mit der Codierung, weil ihr die Chips ausgegangen seien. „Wir haben ausreichend Chips bestellt, als wir den Zuschlag erhielten“, erklärt Kristiane Helmhold. Das Gerücht könne das Unternehmen aber eventuell erklären. In der Gesamtzahl der Tonnen gibt es einen ganz kleinen Prozentsatz, der bisher nicht im EGN-System beziehungsweise dem der Stadt Nettetal gemeldet ist. Die Codierungs-Mitarbeiter haben für diese Tonnen tatsächlich keine Chips bei sich. Ein solcher Fall wird zunächst geprüft, die Tonne wird an- oder umgemeldet. „Für jede angemeldete Tonne liegen die fertigen Chips aber hier für den Einbau vor“, versichert die EGN-Sprecherin.
Sie bittet die Haushalte, deren Behälter noch nicht codiert sind, unbedingt darauf zu achten, dass die Codierer die Chips anbringen können. EGN und die Stadt haben sich darauf geeinigt, dass nach den Abfuhrterminen für die braune Tonne Bezirk für Bezirk abgearbeitet wird. Der Bezirk 1 (braune Tonne) ist bereits abgeschlossen. Vergangene Woche Montag begannen die Codierungen daher im Bezirk 2 (braune Tonne). Bis Mitte Dezember sollten die Arbeiten abgeschlossen sein.
Häufiger fragen Nettetaler Bürger bei der EGN nach, wenn sie etwas nicht verstehen. Viele wollen beispielsweise wissen, wie die Codierung verlässlich ist, wenn sie Mieter eines Mehrfamilienhauses sind. „Die Rechnung erhält der Hausbesitzer oder Verwalter. Jede Tonne taucht einzeln auf der Rechnung auf. Die Tonnen erhalten einen silbernen Aufkleber mit einer Nummer am Ende, die ist dann entscheidend.“ Frau Helmhold rät jedem, „seine“ Tonne zu markieren. Wichtig aber sei, dass Hausbesitzer und Mieter miteinander redeten.
Klar zugeordnet werden die Tonnen den einzelnen Häusern. Denn sie stehen in einigen Wohngebieten oft im Pulk an den Straßen (das gilt beispielsweise meist auch für Reihenhäuser). Die Adresse jedes Hauses ist darauf vermerkt, und zwar inklusive Hausnummer. Auch hier lohnt es sich laut EGN, Tonnen selbst zu markieren.
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