Nettetal: Das Nettetal für die Floriade
VON LUDGER PETERS - zuletzt aktualisiert: 19.05.2009Nettetal (RPO). Der Gartenbautechniker Hermann Gröne aus Leuth will die Stadt mit Pflanzen und Bäumen nachbilden. Im Rathaus gibt es Interesse an der Idee, und die Floriade-Macher wären bereit, der Nachbarstadt den Platz einzuräumen.
Wie ein langgestrecktes "S" zieht sich die Nette durch die Stadt. Daran reihen sich die Seen auf. Im Osten begrenzen die Höhen die Stadt, nach Westen hin fällt die Abbruch Kante zur Maas hinab. Vorgelagert sind die sandigen Böden Kaldenkirchens, auf denen Kiefern und Spargel wachsen.
In stilisierter Form könnte dieses Landschaftsbild demnächst für das Nettetal bei der Floriade 2012 stehen. Der Gartenbautechniker Hermann Gröne aus Leuth-Busch hat die Idee. "Ich stelle sie der Stadt gerne zur Verfügung", sagt er. In seinem Staudengarten hat er Pläne und Skizzen auf einem Tisch ausgebreitet. Um sie zu verwirklichen, benötigt Gröne die Unterstützung der Stadt und Geld, das über Sponsoren eingesammelt werden soll. Vor allem aber möchte er örtliche Baumschulen, Staudengärtnereien und Gartenbauer einbinden.
Profession und Hobby
Hermann Gröne Der selbstständige Mittvierziger lebt seit einigen Jahren in Leuth, Busch 7. Seinen Staudengarten öffnet er regelmäßig zur Gartenpforte-Aktion. Gröne hat Beiträge für Fachzeitschriften verfasst und ist Buchautor.
Freiraum In Leuth hat Gröne erst unlängst bürgerschaftliches Engagement gezeigt: Das Staudenbeet vor der Kirche hat e aus eigenem Antrieb und zur Anschauung angelegt.
Sponsoren mit Interesse
Bei der Stadt lief er offene Türen ein. Mit Dietmar Sagel aus dem Rathaus, trug Gröne den Gedanken Sven Stimac von der Floriade 2012 Venlo bereits vor. "Er ist von dieser Form der Präsentation der Nachbarstadt sehr angetan", ist Grönes Eindruck. Und Sagel hat bereits die für den Fachbereich Grünpflege verantwortliche Heike Meinert sowie Roswitha Karallus von der Netteagentur hinzugezogen. Der eine oder andere Sponsor hat bereits Interesse bekundet.
Gröne will die Planung und Bauleitung für eine etwa 280 m2 große Fläche im Floriadegelände übernehmen. Die Nette soll sich als Weg durch die 20 Meter lange und 14 Meter breite "Stadt Nettetal" winden. Die Seen will Gröne gerne mit blau blühenden Stauden nachzeichnen. Im Osten, auf den "Höhen" mit ihren fruchtbareren Böden, will er Buchen pflanzen, im Westen werden Kiefern den Sandboden rund um Kaldenkirchen nachzeichen. Dorthin zweigt, quasi mit dem Lauf des Königsbachs und die Kälberweide ein Weg am Am "Windmühlenbruch" könnte sich auf der Lobbericher Seite ein Platz ausdehnen, eventuell gepflastert und mit einem Pavillon. Gräser und Stauden sollen die Freiflächen links und rechts der "Nette" zieren.
Einige markante Punkte des Nettetaler Stadtgebiets könnten Künstler formen: Aussichtsturm auf dem Taubenberg, Naturschutzhof oder Sequoiafarm (eventuell durch einen Mammutbaum gekennzeichnet). Auch sie will Gröne einladen mitzumachen.
"Zurzeit gibt es nur Vorgespräche, aber bis zum Sommer müssen Entscheidungen gefallen sein", sagt Gröne. Im Frühjahr 2010 müsste die bepflanzung beginnen. Wenn die Floriade im April 2012 eröffnet wird, befänden sich die Pflanzen in der dritten Vegetationsperiode. Im Oktober 2012 müsste das "grüne Nettetal" allerdings abgeräumt werden. Gröne hofft, dass bis dahin ein neuer Standort in der Stadt gefunden ist. "Es wäre schön, wenn die Präsentation demnächst in Nettetal vorhanden wäre", sagt er.
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