kalaydo.de Anzeigen stellen auto immobilien kleinanzeigen tiere ferienwohnungen inserieren
  RP Providing |  RP Shop |  PremiumCard |  RP Reise
         
  Newsletter |  RSS |  Mobil |  Apps
Abo & Service | Anzeigen | ePaper | Schulprojekte  
 
       
 
  Gast
Kommentare ()

Nettetal: Der Berufsberührer

VON BARBARA GROFE - zuletzt aktualisiert: 19.05.2009

Nettetal (RPO). Besuche bei Michael Weber sind üblicherweise anstrengend. Weber ist Physiotherapeut im "Nettevital". Wer zu ihm kommt, will, dass der Körper wieder ganz beweglich ist. Und muss hart dafür harbeiten.

Physiotherapeut Michael Weber macht Menschen wieder mobil. Immer wieder trifft er in der Stadt auf Passanten, die er behandelt hat. Der Physiobereich ist inzwischen ausgebaut und nennt sich "Nettevital".  Foto: RPO
Physiotherapeut Michael Weber macht Menschen wieder mobil. Immer wieder trifft er in der Stadt auf Passanten, die er behandelt hat. Der Physiobereich ist inzwischen ausgebaut und nennt sich "Nettevital". Foto: RPO

Weiße oder mintfarbene Kacheln an den Wänden, eine ganz einfache Sprossenwand, kein Tageslicht – so sah es früher aus im physiotherapeutischen Bereich des Krankenhauses Nettetal, der noch früher "Badeabteilung" hieß. Michael Weber kennt die Abteilung noch aus dieser Zeit. Er ist seit 29 Jahren im Beruf, fast genau so lange schon am Krankenhaus in Nettetal. Und froh darüber, dass aus der gekachelten Badeabteilung der helle, moderne Physiobereich des "Nettevital" geworden ist.

Wenn Michael Weber in der Stadt unterwegs ist, trifft er häufig Menschen, die auf ihren Arm deuten, auf das Bein oder die Schulter. Sie zeigen, wo sie Probleme hatten, die Weber gelöst hat. An dem ehemals kaputten Körperteil erkennt der Physiotherapeut die früheren Patienten üblicherweise. Und ist froh. Immer dann, wenn ein Patient sich wieder einwandfrei bewegen kann, wenn wieder alles ist, wie es sein soll, ist Weber glücklich. "Deshalb mache ich diesen Job", sagt er.

Info

Nettevital

Wer "Nette-Vital" kann jeder nutzen, der eine ärztliche Bescheinigung vorweist, nach der ein Training oder eine Behandlung erforderlich sind. Das gilt auch für die Prävention.

Wann "Nette-Vital" ist montags bis freitags von 7 bis 21 Uhr, samstags von 8 bis 14 Uhr und sonntags von 10 bis 16 Uhr geöffnet.

Informationen Mehr gibt es im Internet unter www.nettevital.de.

Lachen ein Rezept

Man muss ihn schon wirklich machen wollen, diesen Job des Physiotherapeuten. "Berufsberührer", nennt Weber sich und seine Kollegen. Um den Patienten so nahe kommen zu dürfen, muss der Therapeut menschlich fit sein, auf sein Gegenüber eingehen. "Wir sagen schließlich kurz ,hallo', plaudern, und dann ziehen sich die Patienten schon aus", sagt Weber und lacht. Das Lachen ist eines seiner Rezepte bei der Therapie. Nicht nur, um es den Patienten leichter zu machen, die Berührungen zuzulassen. Sondern auch, weil Physiotherapie nicht immer einfach ist. "Das tut manchmal weh, ist anstrengend und unangenehm. Mit guter Laune kann man die Patienten einfach besser motivieren", sagt Weber. Und das ist nötig. Denn im "Nettevital" arbeiten die Patienten hart. Im Keller in der Trainingstherapie an den Geräten, im Erdgeschoss in den Therapieräumen. Ambulante und stationäre Patienten des Krankenhauses mobilisieren, kräftigen und belasten ihre Körper nach medizinischen Eingriffen. Und das viel früher als noch zu Webers Anfangszeit. "Bei einem Beinbruch wurde damals beispielsweise erst nach der letzten Röntgenkontrolle wieder mit der Mobilisation begonnen", sagt Weber. Heute passiert das viel zeitnäher – auf diese Weise fällt der Muskelverlust geringer aus. Längst geht es nicht mehr darum, die betreffende Körperstelle zu massieren, die Therapie ist aktiver. "Wir bewegen und mobilisieren direkt und belasten dann später. Zu steifen Gelenken kommt es auf diese Weise gar nicht erst", erklärt der Physiotherapeut.

Als Michael Weber noch neu war in seinem Job, hat er kurz in einem städtischen Betrieb in Düsseldorf gearbeitet. Gefallen hat ihm es nicht: "Ich brauch' die Leute vor mir", sagt er. Und holt den nächsten Patienten zur Therapie ab.

Quelle: RP

 
weitere Artikel
 
Links zu diesem Artikel
 

 
Schreiben Sie jetzt Ihre Meinung:

       
Anzeige:

Aktuell bei RP Online
"Der ganz normale Basti"

Hückeswagen

"Der ganz normale Basti"

Im Interview mit unserer Redaktion spricht der 17-Jährige über seine Musik, seine Schulzeit ... mehr 

Ratingen

Navi-Diebe auf Reisen

Der Markt, auf dem gestohlene Navigationsgeräte (Navis) und Airbags unter der Hand verkauft ... mehr 

Video

Video

Grefrather Eisbahn wird zur Filmkulisse

Die Schlittschuhläufer laufen eine Runde nach der anderen. Auf der Außenbahn des Grefrather Eisstadions ist dieses Mal alles etwas anders . ... mehr 

Tragischer Unfall: 400 Schafe fallen auf Autobahn

Hunderte Schafe sind in der Nacht zu Freitag auf eine Straße in Melbourne gefallen, als ein Tiertransporter auf einer Brücke umkippte und ... mehr 

AUS DER NACHBARSCHAFT

Tippspiel

Wir suchen den EM-Experten

Deutschland Niederlande Jubel Özil Klose Müller 2011 dpa

Wer übersteht die Vorrunde? Wer schafft es bis ins Finale? Das EM-Tippspiel von RP Online gibt Ihnen die Gelegenheit, Ihr fußballerisches Know-How unter Beweis zu stellen. Die besten Tipper erwarten tolle Preise. Jetzt anmelden und mitmachen! mehr 

Meistgelesen

Borussia Mönchengladbach

Anderson und Rupp kehren zurück

Neue Namen werden viele gehandelt in diesen Tagen, wenn von möglichen Zugängen bei Borussia die Rede ist. Zunächst rücken jedoch zwei alte Bekannte wieder in den Fokus. VON Thomas Grulke  mehr

 

Notfall-Szenarien für Griechenland

Wird die neue Drachme schon gedruckt?

 

22-jährige Studentin stirbt bei Autounfall

Marina Keegans Tod bewegt das Netz

 

Klose vor der Nase, Dzeko im Nacken

Mario Gomez trifft – und schmollt

 
Meistkommentiert

Bluttat in Bonn

Videokamera filmt Messerstecher

Die Polizei kann bei ihren Ermittlungen im Fall der tödlichen Messerattacke auf einem Bonner Bahnsteig, bei der am Donnerstag ein 26 Jahre alter Mann getötet wurde, auf Bilder einer Überwachungskamera zurückgreifen. Von Christian Schwerdtfeger  mehr

mehr nachrichten aus nettetal

Nettetal

Spargel mit "Tunnelblick"

Die Spargelanbauer im Grenzland sind mit der Saison bislang zufrieden. Nachdem die Temperaturen sanken und Regen fiel, wird die Qualität wieder besser. In drei Wochen ist Saisonschluss. VON MANFRED MEIS  mehr

 

Nettetal

Kinderleben endete im Ghetto

Am 14. Mai wäre Hedi Lion 80 Jahre alt geworden. Die 1932 in Kaldenkirchen geborene Jüdin wurde 1938 nach Riga deportiert und dort verschleppt. Ihre Mutter Elsa überlebt als einzige und berichtete 1989 von ihren Erlebnissen. VON Heinz-Willi Schmitz und Philipp Peters  mehr

 
 
 
 
 
BILDER AUS NETTETAL
Unfall in Kaldenkirchen
Unfall in Kaldenkirchen
Bei einem Unfall nahe der Ausfahrt der A 61 .. mehr 
 
Unfall in Kaldenkirchen
Unfall in Kaldenkirchen
Bei einem Unfall nahe der Ausfahrt der A 61 ..
mehr 
Der Kreiswandertag in Hinsbeck
Der Kreiswandertag in Hinsbeck
An Christi Himmelfahrt veranstaltete der ..
mehr 
Taxi rast in den Gegenverkehr: Vier Verletzte
Taxi rast in den Gegenverkehr: Vier Verletzte
Am Samstag, 17. März 2012, gab es einen schweren Unfall in Nettetal-Lo ..
mehr 
Die schönsten Karnevalsfotos unserer Leser
Die schönsten Karnevalsfotos unserer Leser
Unsere Leser haben fleißig Bilder von Karnevalsfeiern und -zügen in Vi ..
mehr 
 
Familienanzeigen
Regio Extras