Nettetal: Der Zauber des Herbstes
VON PHILIPP PETERS - zuletzt aktualisiert: 05.10.2009Nettetal (RPO). "Rosen sind eine Passion, sie sind die Königinnen im Garten", sagt Jan Didag Janßen. Der aus Hamburg kommende Rosenzüchter war einer von zahlreichen Ausstellern beim Herbstzauber auf dem Nabu-Naturschutzhof. Für Didag Janßen ist es gar "eine Ehre Rosen zu kultivieren". Die Ergebnisse hätten nichts mit Glück zu tun, fügt er hinzu. "Glück brauch man beim Lotto oder Poker, das Züchten von Rosen aber erfordert vor allem, sich mit der Pflanze zu beschäftigen", erklärt er .
Währendessen schaut sich Initiator Günter Waldorf sorgenvoll um – nicht etwa weil die Veranstaltung schlecht läuft. Starker Wind zerrt mächtig an seinem Zelt. Die Idee zum Herbstzauber entstand bei den Nettetaler Schneeglöckchentage, berichtet er. "Heinz Tüffers hat gefragt, ob man so eine Ausstellung nicht auch mal auf dem Naturschutzhof machen kann", erinnert sich Waldorf. Besonders toll findet er, dass kein Aussteller Standgebühr zahlen muss. "Wir haben lediglich eine Pflanzenspende für eine Tombola von allen verlangt."
Die erste Ausgabe des Nettetaler Herbstzauber ist international. Denn neben Ausstellern aus Hamburg, Stuttgart oder vom Niederrhein sind auch belgische und niederländische Fachleute da. Auch die Besucher kommen von weit her. Auf dem Parkplatz stehen Autos aus Neuss, Leverkusen Heinsberg und dem Ruhrgebiet.
Weit hinten auf dem Naturschutzhof hat sich Georg Mayer aus Stuttgart aufgebaut. Er zeigt er vor allem Iris und gibt bereitwillig Informationen zum Anpflanzen und Pflegen der Staude. "Die Iris benötigt vor allem sonnige Standorte. Beim Pflanzen ist darauf zu achten dass die Verdickung der Wurzel, das Rhizom, nicht ganz unter der Erde verschwindet." Zur selben Zeit steht Markus Schröder von der Baumschule Morjan aus Erkelenz unter seinem Pavillon. Er hat Rosen und Obstbäume aufgebaut. "Wir arbeiten schon viele Jahre mit Günter Wessels vom Nabu zusammen. Daher wurden wir gefragt, ob wir mitmachen wollen." Wie gerufen, erscheint Wessels am Stand und legt Walnüsse auf den Stehtisch, während Schröder erklärt, dass man Rosen erst im Frühjahr ganz zurückschneiden soll. Um sie winterfest zu machen, solle man jetzt nur die Blüten kappen. Jetzt komme auch die Zeit, um Obstbäume zu pflanzen.
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