Nettetal: Die Frau, die den Weg weist
VON BARBARA GROFE - zuletzt aktualisiert: 07.05.2009Nettetal (RPO). An Yvonne Szymanski kommt kein Patient des Krankenhauses vorbei: Sie sitzt an der Zentralen Patientenaufnahme, stellt Fragen, füllt Formulare aus – und vermittelt den Patienten, dass ihnen geholfen wird.
Unsere Serie
Was In unserer neuen Serie "Menschen am Krankenhaus" stellen wir in lockerer Folge bekannte und weniger bekannte Bereiche des Städtischen Krankenhauses Nettetals vor.
Wie Im Krankenhaus geht es immer um den Menschen, uns in dieser Serie auch: Wir stellen Menschen und ihre Jobs vor.
Wer ins Krankenhaus in Nettetal kommt, irrt nicht groß durch die Gänge auf der Suche nach jemandem, der helfen kann. Wer dorthin kommt, läuft direkt auf die Theke zu, hinter der Yvonne Szymanski sitzt. Sie arbeitet in der "Zentralen Patientenaufnahme" – und sorgt dafür, dass die Patienten zügig zum richtigen Arzt kommen.
Streng genommen ist die Tätigkeit von Szymanski häufig gleich: Sie fragt den Patienten, welche Beschwerden er hat und nach seiner Versichertenkarte, füllt gemeinsam mit ihm Formulare aus, die für die anschließende Behandlung gebraucht werden, verständigt eine Krankenschwester, die den Patienten abholt. Und doch empfindet die gelernte Bürokauffrau ihren Job als abwechslungsreich: "Weil nun einmal jeder Mensch und damit auch jeder Fall anders ist", sagt sie.
Bloß keine Nervosität
Heißt: Mit jedem Menschen muss Szymanski auch unterschiedlich umgehen. Gemein haben die Patienten allerdings meist die Aufregung, wenn sie ins Krankenhaus müssen. Deshalb ist es wichtig, Ruhe auszustrahlen, nicht Nervosität. "Dem Patienten wird hier geholfen, und genau dieses Gefühl müssen wir ihm vermitteln", sagt Szymanski.
Mit "wir" meint die Krankenhausangestellte ihre Kollegin Alexandra Linhsen und sich. Zu zweit betreuen sie die Zentrale Patientenaufnahme, die es in dieser Form seit Mai 2006 gibt. Davon, dass der neue Standort gut ankommt, ist Szymanski überzeugt. "Früher mussten die Patienten durch das ganze Haus gehen, um zur Aufnahme zu kommen, jetzt ist das anders."
Mittlerweile, nach rund sieben Jahren in der Patientenaufnahme, hat Yvonne Szymanski neben ihren Kenntnissen in Verwaltungssachen auch medizinisches Grundwissen. Das hilft ihr bei der Betreuung der Patienten: So kann Szymanski noch gezielter fragen, weiß besser, welche Abteilung im Krankenhaus vermutlich die richtige für den Patienten ist. "Ich versuche, im Vorfeld so viel wie möglich über den Fall zu erfahren und damit die Arbeit des Arztes zu erleichtern", sagt die 29-Jährige. Wenn alle notwendigen Informationen und Unterlagen da sind, kann sich der Arzt sofort um die Beschwerden kümmern.
Multitasking notwendig
Häufig ist es hektisch an der Zentralen Patientenaufnahme. Dann zum Beispiel, wenn ein schrecklich aufgeregter Patient mit vielen Fragen vor Yvonne Szymanski steht, gleichzeitig das Telefon klingelt und außerdem noch mehrere Menschen auf die Aufnahme ins Krankenhaus warten. "Stressresistenz ist in diesem Job ganz wichtig", sagt Szymanski. Und winkt den nächsten Patienten zu sich an die Theke der Zentralen Patientenaufnahme.
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