Nettetal: Die Frohe Botschaft weitergeben
VON WILJO KRECHTING - zuletzt aktualisiert: 30.05.2009Nettetal (RPO). Pfingsten ist das Fest des Heiligen Geistes und der Verkündung der "Frohen Botschaft". Ein Beispiel für das
moderne Heraustragen der "Frohen Botschaft" in die Welt ist die Familie Peffer aus Lobberich.Pfingsten – für viele Menschen ist dies nur noch ein anderes Wort für ein "zusätzliches langes Wochenende". Vergessen ist dabei oft die Bedeutung jenes Festes, das 50 Tage nach Ostern gefeiert wird: das Andenken an das Herabkommen des Heiligen Geistes auf die Apostel und die anschließende Verkündung der Frohen Botschaft. Das so genannte Pfingstwunder bestand dabei darin, dass die Apostel die Sprachwirrung durch eine Sprache des Geistes überwanden und "Juden und Judengenossen, Kreter und Araber" sie fortan "wie eine Stimme" verstanden.
Heutzutage funktioniert die Verkündung der Frohen Botschaft anders, wie das Beispiel der Familie Peffer aus Nettetal-Lobberich zeigt. Die RP befragte die Mutter der Familie, Sabine Peffer, zum Anlass des Pfingstfestes in ihrer Rolle als Mutter, Lektorin und Mitglied der Kolpingfamilie über Erziehung und die Vermittlung christlicher Werte innerhalb der Familie. Denn auch das ist eine moderne Form der Vermittlung der Frohen Botschaft im kleinen Rahmen.
Der Heilige Geist
Taube Im sechsten jahrhundert wurde eine Taube zum Symbol des Heiligen Geistes und damit auch für Pfingsten.
Diskussion Theologische Auseinandersetzungen gab es um die Frage, ob der Heilige Geist nur von Gott dem Vater oder auch von seinem Sohn Jesus ausgeht.
Brauch Mancherorten werden zu Pfingsten, wie zu Ostern, Feuer entzündet.
"Der Glaube vermittelt Hoffnung und Sicherheit. Er ist etwas, worauf man in guten wie in schlechten Zeiten bauen kann", erzählt Sabine Peffer. Rückhalt hat der Glaube Vater Arno und Mutter Sabine Peffer bereits gegeben, als sie selbst noch Kinder waren. Auch deshalb haben sie sich in ihrer späteren Rolle als Eltern dazu entschlossen, ihrenSprösslingen Fabian (20) und Anna (16) wiederum die "Frohe Botschaft" zu vermitteln. "Und das schon von Beginn an", versichert Sabine Peffer. Als die Kinder noch klein waren, hat zum Beispiel ein Gebetswürfel spielerisch das Tischgebet bestimmt. Eine bilderreiche Kinderbibel hat den Kindern dabei geholfen, das "Buch der Bücher" schon früh zu verstehen. "Tisch- und Abendgebete haben für uns immer dazu gehört, wie auch der Besuch des Gottesdienstes. Außerdem waren sowohl Fabian als auch Anna Messdiener", ergänzt Sabine Peffer.
Heute sind aus Fabian und Anna gläubige Christen geworden - "aus Überzeugung", wie Fabian versichert. "Für uns ist das selbstverständlich und wir stehen da voll hinter", sagt Fabian. Und mehr noch: "Wenn ich später Kinder habe, möchte ich sie auch im christlichen Glauben erziehen", sagt er. Anna und Fabian besuchen noch immer jeden Sonntag den Gottesdienst und Anna ist auch bereits in die Kolpingsfamilie eingetreten. "Dazu muss man sagen, dass wir es als Eltern den beiden ab 18 freigestellt haben, ob sie auch weiterhin in die Kirche gehen wollen. Dass Fabian es freiwillig weiter tut und auch Anna es vor hat, spricht dafür, dass sie es wirklich wollen", sagt Sabine Peffer.
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