Nettetal: Ein sicheres Konzept
VON DOMINIQUE SCHROLLER - zuletzt aktualisiert: 13.08.2010Nettetal (RPO). Wenn sich der WDR am 4. September an Nettetal verschenkt, sollen die Bürger ein fröhliches Fest feiern.
Bürgermeister Wagner ist von den Plänen überzeugt. Die Besucher sollen kontrolliert auf das Gelände kommen.Ein fröhliches Familienfest soll es werden, wenn am 4. September der WDR mit seiner gesamten Ausrüstung anrückt, um sich an die Stadt Nettetal zu verschenken. Bürgermeister Christian Wagner rechnet mit mindestens 25 000 Besuchern und einem enormen Imagegewinn für seine noch junge Kommune. "Nettetal wird für einen Tag ganz im Mittelpunkt stehen."
Um die Sicherheit macht sich der Bürgermeister keine Sorgen. Er vertraut auf das Konzept, das die Stadt gemeinsam mit dem WDR als Veranstalter erarbeitet hat. Es sei fundiert und erfülle alle Anforderungen der Bauordnung und des Veranstaltungsrechts. "Die Bürger sollen alles genießen können", betonte der Erste Beigeordnete Armin Schönfelder. Bei der Vorstellung der Pläne hob er hervor, dass es einen Sicherheitsstab im Rathaus geben werde. Hilfs- und Ordnungskräfte stünden außerdem in ständigem Kontakt mit dem Veranstalter.
Das Programm
Neben dem Konzert mit Nena und Amy McDonald auf dem Ten-Brinke-Gelände finden in der Innenstadt Radio-Veranstaltungen statt.
Für den Vormittag ist eine Radio-Livesendung auf dem Marktplatz geplant, Mittags gibt es ein Fußballspiel auf dem Platz von Union Nettetal und nachmittags spricht Gisela Steinhauer mit Olli Dittrich.
Bedenken, dass die Stadt die Besucherströme aufnehmen könne, trat Bürgermeister Wagner entschieden entgegen. "Wir haben uns aus diesem Grund bewusst für Lobberich entschieden, weil es den meisten Platz bietet. Beim Ferkesmarkt einige Wochen später sind 50 000 Leute da. Der Stadtteil kann das verkraften."
Er geht auch davon aus, dass alle Gäste problemlos auf das Konzertgelände des Ten-Brinke-Gewerbeparks gelangen werden, zumal die Veranstalter aus ihren Erfahrungen in anderen Städten mit weniger Besuchern rechnen. "Wenn zwischen 15 000 und 20 000 Leute kommen, wäre das schon ein Riesenerfolg", sagte Dieter Bey von WDR2. Sie kämen aus Sicherheitsgründen von hinten auf das Gelände, und an den zwei Eingängen seien Pufferzonen eingerichtet, um die Zuschauerströme kontrolliert einzulassen.
"Wir zählen die Leute am Eingang, und wenn der Bereich voll ist, lassen wir keinen mehr rein. Wir können das so regeln, dass keine Staus entstehen", versicherte Armin Schönfelder. Über mindestens neun Notausgänge könnten die Besucher das umzäunte Gelände im Ernstfall schnell verlassen. Rund 80 Ordnungs- und 55 Rettungskräfte sollen nur auf dem Konzertgelände zum Einsatz kommen. Für die gesamte Stadt ist außerdem ein dreistelliges Polizeiaufgebot geplant. "Nach den schrecklichen Ereignissen bei der Love Parade in Duisburg haben wir das Konzept noch einmal kritisch hinterfragt, an der Zahl der geplanten Einsatzkräfte haben wir jedoch nichts mehr geändert", sagte Polizeidirektor Hubert Vitt.
Schon vor den Duisburger Ereignissen sei das Sicherheitskonzept deutlich über die Mindestanforderungen hinausgegangen, ergänzte Dieter Bey. Bürgermeister Wagner betonte, die Projektgruppen hätten sich nochmals vergewissert und an der einen oder anderen Stelle aus psychologischen Gründen nochmals aufgestockt. Er habe keinen Zweifel an einem fröhlichen Familienfest. FRAGE DES TAGES
- RP ONLINE
- Kontakt
- AGB
- DATENSCHUTZ
- Impressum


