Nettetal: Ein Stück Heimat
zuletzt aktualisiert: 28.07.2009Nettetal (RPO). Andreas Zorn, Leiter DRK-Familienzentrum NRW, Lobberich: Für mich ist mein Nettetal die Stadt meines Lebens und Schaffens, der Sozialraum, der mir ein Stück Heimat geworden ist und dem ich mich im positiven Sinne verpflichtet fühle.
Ein Ort, der mir im Laufe der Berufsjahre immer wieder bestätigt, dass das niederrheinische Prinzip "Es ist gut einen zu kennen, der einen kennt, der einen kennt!" hier gelebt wird. Gegenseitige Hilfe als Maxime, die verbindet, Probleme aus dem Weg räumt, Lösungen finden und schaffen hilft.
Mein Nettetal bedeutet aber auch manchmal Verärgerung. Verärgerung über zu viel Bodenständigkeit, die an Starrsinn grenzt. Nicht nachvollziehbarer Lokalpatriotismus, der unnötige Grenzen zwischen Ortsteilen schafft. Das Ganze ist mehr als die Summe seiner Teile! Unser DRK Familienzentrum NRW in Lobberich definieren wir als offene Einrichtung für ganz Nettetal. Kinder und Eltern aus allen Stadtteilen und jeglicher Herkunft sind willkommen. Familienfreundlichkeit impliziert Kinderfreundlichkeit.
Hier ist in Nettetal noch viel zu tun. Als Menschenkinderkulturkunsthaus des DRK wollen wir unseren Beitrag dazu leisten. Menschlichkeit als Grundsatz bestimmt das Handeln. Mein Nettetal ist ein Sozialwesen in Entwicklung mit wachsenden Herausforderungen: Mehr Familienfreundlichkeit wird nicht nur den Ausbau von Betreuungsplätzen für Kinder unter drei Jahren bedeuten, sondern auch die Organisation von neuen Betreuungen erfordern, die Erwerbstätigkeit und Familienleben vereinbaren helfen. Mein Nettetal bekommt damit Modellcharakter für nachhaltiges Lernen. Meinem Nettetal möchte ich auch danken. Danke für einige Jahrzehnte gemeinwesenorientierte sozialpädagogische Arbeit!
Nettetal ist mehr, ein schöner Slogan, der zum Mitmachen einlädt. Darauf freue ich mich. Mein Nettetal sind vor allem die Menschen, die hier leben.
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