Nettetal: Eine Mensa für zwei Schulen
VON EBERHARD LANGE - zuletzt aktualisiert: 16.12.2010Nettetal (RPO). Mit dem Spatenstich gestern begann der Bau des eine Million Euro teuren Projekts. Ende kommenden Jahres soll der Neubau fertig sein. Real- und Hauptschule haben damit bessere Möglichkeiten über den Ganztag hinaus.
"Ich finde es gut, dass die Hauptschule und die Realschule hier zusammenwachsen. Ich hoffe, dass unsere beiden Schulen künftig viel zusammen machen. Wir wissen leider viel zu wenig voneinander."Die stellte die 16-jährige Realschülerin Darlyn Zeh gestern fest, als zwischen beiden Schulen der Spatenstich für den Bau der gemeinsamen Mensa stattfand.
Die Stadt baut hier für beide Schulen eine Mensa, deren Raumprogramm auch andere Möglichkeiten offen hält. Damit wird der Ganztagsunterricht an beiden Schulen zusätzlich gestärkt. Rund eine Million Euro werden für den Bau ausgegeben.
Nicht mehr 2010 erwartet
Die Mensa
Kosten 996 000 Euro. Das Land NRW fördert den Bau mit 100 000 Euro je Schule.
Bau Eingeschossig barrierefrei mit Foyer, Mensa (140 Sitzplätze) und Außenbereich. Mensa teilbar in drei Bereiche (für Hausaufgabenbetreuung, Veranstaltungen).
Unternehmen Stroemer (Erd-, Maurer-, Betonarbeiten; Dach Schiffer, Fliesen Heimers, Maler Göppert, Geotechnik Müller, Statik Feldges, Architekt Marcus Birker.
Bürgermeister Christian Wagner begrüßte besonders die beiden Schulleiter Jürgen Küster (Hauptschule) und Waltraud Eikelberg (Realschule). Gekommen waren auch andere Kollegen und Schüler sowie Vertreter des Rates und natürlich Bauhandwerker. "Heute ist ein wichtiges Datum, das viele für dieses Jahr nicht mehr erwartet haben. Wir beginnen mit dem Bau der gemeinsamen Aula, einem wichtigen Zukunftsprojekt zur Sicherung des Schulstandortes Kaldenkirchen", erklärte Wagner. Das im Schulentwicklungsplan beschriebene "Bündnis für Bildung aller Schulen" werde umgesetzt.
Die für beide Schulen multifunktional nutzbare Mensa mache das Projekt wirtschaftlicher. Die Stadt erwartet künftig dort schulformübergreifende Projekte. Auch die in der Ideenwerkstatt entwickelten Gedanken, da die beiden Grundschulen Kaldenkirchens und die Kindergärten mit bildungsorientierten Projekten einzubinden, sei möglich. Wagner unterstrich, es sei der Stadt nicht leicht gefallen den Bau zu finanzieren. Aber sie habe sich entschlossen, Bildungsangebote zu schaffen, die eine gute Ausbildungsreife fördern. "Bildung ist der Schlüssel für die Zukunft einer Stadt. Wir brauchen jeden einzelnen Schüler für die Zukunft."
"Schade, ich werde diese Mensa nicht mehr nutzen können", meinte Janette Guballa. Die 16-jährige Realschülerin wird im Sommer in eine gymnasiale Oberstufe wechseln. Sie möchte das Abitur machen. Die 15-jährige Hauptschülerin Fatma Kaya freut sich für ihre Schwestern, die die Mensa nutzen werden. Auch die 17-jährige Schülersprecherin Selina Chronik verlässt im Sommer die Hauptschule: "Wir freuen uns aber sehr, dass für die Schüler jetzt mehr für den Ganztag getan wird." Quenoresa Ademi (13), Redakteurin der Schülerzeitung "Lupe" schoss jede Menge Erinnerungsfotos. Weil sie "nur um die Ecke wohnt", nutzte sie die beschränkte Essensmöglichkeit in der Hauptschule bisher nicht. "Das ist vor allem für die Schüler in der Betreuung."
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