Nettetal: Erst singen, dann plauschen
VON ANGELA WILMS-ADRIANS - zuletzt aktualisiert: 06.10.2009Nettetal (RPO). Hinter den Kulissen des großen Nettetaler Chortreffens ging es zu wie im Bienenstock: Die Sängerinnen und Sänger kamen in den Auftrittspausen im Foyer des Werner-Jaeger-Gymnasiums zum kommunikativen Treffen zusammen.
Es war ein ständiges Kommen und Gehen, doch die Konzertbesucher des großen Nettetaler Chortreffens in der Werner-Jaeger Halle, Lobberich dürften dies nicht bemerkt haben. Norbert Backes, Vorstandsmitglied des Vereins Nette-Punkt, und seine Mitstreiter hatten hervorragende Vorarbeit geleistet für einen reibungslosen Ablauf hinter den Kulissen.
Die insgesamt 14 Chöre zogen von rechts auf die Bühne, um diese nach ihrem Auftritt auf der linken Seite zu verlassen. Derweil moderierten Pfarrer Ulrich Clancett und Michael Backes, alias Zauberer Miba, vor dem geschlossenen Vorhang. So schien der Wechsel von insgesamt 500 Sängerinnen und Sänger plus Dirigenten wie von Geisterhand zu geschehen.
Rund ums Chortreffen
Vorher Sechs Monate lang bereiteten Norbert Backes, Vorstandsmitglied des Vereins Nette-Punkt, und Dietmar Sagel, Philipp Hammanns und Wilfried Dammer das Chortreffen vor. Von 17 Chören aus dem Stadtgebiet nahmen 14 teil.
Mittendrin Zum Konzert der Nette Chöre erschien ein Begleitheft mit Kontaktadressen.
Danach Neue Chormitglieder sind überall herzlich willkommen.
Lebhafte Gespräche
Die Chöre konnten die Zeit vor und nach ihrem Auftritt in den Räumen des benachbarten Gymnasiums überbrücken. Das Foyer wurde zum beliebten Treffpunkt, wo sich die meisten auch unabhängig von ihren Sangesgemeinschaften an den Stehtischen zu lebhaften Gesprächen zusammenfanden. Heinz-Gerd Flügels, Vorsitzender der Kaldenkirchener "Cäcilia", war beeindruckt. "Ich hätte im Vorfeld nicht gedacht, dass das Ganze so groß zustande kommt", stellte er hoch zufrieden fest. Der Leuther Helmut Stahlhofen verbuchte den guten Verlauf als Beweis für ein "gesundes Chorleben in Nettetal".
Im tiefer liegenden Trakt nutzten etliche die Möglichkeit, die Live- Übertragung aus der Werner Jaeger Halle zu verfolgen. Sachkundig verfolgten sie den gemeinsamen Auftritt der beiden Männergesangsvereine Liedertafel Breyell und Hoffnung Lobberich. Die Herren sicherten sich mit Filmmusik und Grolls "Exodus" den verdienten Applaus.
Beim letzten Einsingen vor dem Auftritt stimmte Chorleiter Ulrich Windbergs den Polizeifrauenchor Viersen im Musiksaal der Schule auf den letzten Schliff zu "Hail Holy Queen" aus "Sister Act" ein: "Ihr müsst euch zwei Figuren vorstellen: erst die Nonnen und nachher müsst ihr die Lederkluft anhaben – aber nur in Gedanken – denn das ist dann Rock'n Roll", feuerte er die Damen an. Mit dem flotten Vortrag rissen die Damen später im Saal die Zuhörer zum Mitklatschen mit. Dank der in Blau schillernden Schals waren Irmgard Zoers und Irmgard Heppe bereits im Foyer eindeutig als Sängerinnen des Volkschors Cäcilia Schaag zu identifizieren. Beide waren fasziniert von der überwältigen Fülle so vieler Chöre. Irmgard Zoers gestand, vor dem Auftritt ein wenig aufgeregt zu sein. Sie wusste aber auch, dass ein bisschen Lampenfieber normal ist, denn "Wenn das nicht so wäre, wäre man doch kein richtiges Chormitglied". Glücklich über das Gelingen träumte Dietmar Sagel bereits von einer Fortsetzung des Chortreffen als feste Konstante. FRAGE DES TAGES/BERICHT SEITE C 5
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