Nettetal: Familienfest rund um den Turm
VON EBERHARD LANGE - zuletzt aktualisiert: 30.08.2010Nettetal (RPO). Mit großem Engagement stellten die Breyeller am Wochenende das elfte Turmfest auf die Beine. Die Wölese und "Nice Valley" besangen gemeinsam mit den Zuschauern den "alten Lambert" und Nettetal.
Fürs Turmfest hatte Nikola Tüscher eigens einen "Glitzertattoo"-Schmetterling entworfen – und der wurde beim Kinderschminken mit Tüscher und Nadine Rankers der Hit bei den Kindern. Geduldig schminkte die Kosmetikerin später auch erwachsene Besucher, während die Jazz- und Swingband "Kleinbahn" fürs Publikum jazzte. Als die Wöles-Sänger in gelbem Hemd und Schusterschürze die Showbühne neben dem "alten Lambert" erklommen, sangen die Zuschauer sofort mit: "Da kumme se, de Wölese."
Bürgermeister Christian Wagner lobte den "bürgerschaftlichen Einsatz par excellence" in Breyell. Die Bürger hätten seit zehn Jahren ein beispielhaftes Engagement für den Erhalt des alten Wahrzeichens im Herzen von Breyell geleistet. "Auch dieses Turmfest macht eindrucksvoll deutlich, dass viele Breyeller an einem Strang ziehen und mitgestalten." Ob Pfadfinder, Schützen oder Wölese – viele Vereine und Gruppen waren dem Ruf des "Fördervereins Alter Kirchturm" unter Leitung von Dr. Reinhard Rankers gefolgt, um das Turmfest zu organisieren. "Das heutige Turmfest ist zwar das elfte Fest, aber etwas ganz Besonderes", unterstrich Wagner und stellte fest, dieses Fest sei der Beitrag der Breyeller zur Festserie "40 Jahre Nettetal".
Der alte Lambert
Der Lambertiturm auf dem Breyeller Marktplatz ist Überbleibsel der alten Kirche, deren Bau in der Mitte des 14. Jahrhunderts begonnen wurde. Der Kirchenchronik zufolge schlug im Juli 1868 der Blitz in die Turmspitze ein und setzte den Turmhelm in Brand. Ein Jahr später war die Kirche wieder saniert, doch der Zustand des Gotteshauses war nicht gut. 1905 wurde die neue Kirche eingeweiht.
Kühl, aber trocken am Abend
Drohende schwarze Wolken hielten wohl manchen Besucher am Nachmittag ab, zumal ab und zu Schauer über dem Lambertimarkt niedergingen. Wolkenlos, wenn auch kühl, zeigte sich dagegen der Himmel am Abend. "Kein ideales Bierwetter", stellte Karl-Heinz Erkens vom Organisationsteam fest. Doch gemeinsam mit den Wöles-Sängern stimmten die Besucher das von Paul Veikens komponierte Lied an, das die Bedeutung des alten Kirchturms für Breyell erklärt. Schade, dass sich die Wöles-Sänger schon nach knapp 30 Minuten von der Showbühne verabschiedeten. Zu vorgerückter Stunde fand die Kaldenkirchener Rock- und Bluesband "Nice Valley" ein aufmerksames Publikum in Breyell. Die Gruppe feierte, ebenso wie die Stadt Nettetal in diesem Jahr, auch ihr 40-jähriges Bestehen. Und so gab es mit "Nice Valley" auch eine Premiere: Die Gruppe trug das "Nettetal-Lied (Text von Peter Schwan, musikalisch gestaltet von Mini Peters) erstmals vor – und das Lied kam an. Wie es sich die Band gewünscht hatte, sangen die Zuschauer schnell den Refrain mit. Den hatte die Band auf Flyer gedruckt und im Publikum verteilt. Das "Nettetal-Lied" wird sicherlich noch häufiger gesungen werden, hier also der Refrain: "Wir sind aus Nettetal, Menschen wie überall. Groß und klein, dick und dünn, weiß und schwarz, lang und schmal – aber: aus Nettetal." Mit einem singend vereinten Publikum klang so das elfte Turmfest kurz vor Mitternacht gelungen aus. FRAGE DES TAGES
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