Nettetal: FDP-Kandidat gegen zweite Gesamtschule
VON PHILIPP PETERS - zuletzt aktualisiert: 16.03.2009Nettetal (RPO). Die FDP wird mit Johannes Peters als Bürgermeisterkandidaten in die Kommunalwahl ziehen. Die Mitglieder wählten den Polizeibeamten aus Kaldenkirchen einstimmig. Gleichzeitig bestimmten sie im Forsthaus in Hinsbeck ihre Kandidaten für die Nettetaler Wahlkreise und die Reihenfolge der Reserveliste.
Die Reserveliste führt erneut Fraktionsvorsitzender Hans-Willy Trost aus Lobberich an, der sich bei den beiden vorausgegangenen Wahlen um das Amt des Bürgermeisters beworben hatte. Ihm folgen Johannes Peters, Heinz-Dieter Lehmann (Schaag), Sabine Lunau (Kaldenkirchen) und Osmann Bekar (Breyell).
Peters kündigte an, er wolle den Schuldenabbau in den Mittelpunkt seiner politischen Ziele stellen. "Jeder Euro, für den wir keine Zinsen zahlen, ist eine Investition in die Zukunft für unsere Kinder und Enkel", erklärte er. In der Nettetaler Schulpolitik bezog Peters klar Position. Er stehe hinter dem dreigliedrigen Schulsystem und habe sich Anfang März mit dem Leiter der Gesamtschule Nettetal zusammengesetzt, um sich über die momentane Situation zu informieren. "Aber wir glauben, dass uns kurzfristige Forderungen nach einer weiteren Gesamtschule nicht weiter helfen", so Peters. Vielmehr müsse die Lage analysiert werden mit dem Ziel, Verbesserungen vorzunehmen, wo sie notwendig seien. Wegen des Schülerrückgangs aufgrund des demografischen Wandels sei mit Schulschließungen zu rechnen. Außerdem sprach sich Peters für ein eigenes Jugendamt in Nettetal aus.
Nettetals wirtschaftliche Zukunft liege im geplanten Gewerbepark VeNeTe, direkt an der Grenze zu den Niederlanden. Das Gebiet liege im Herzen Europas. "Es muss das Ziel sein, Unternehmen in Nettetal anzusiedeln. Mit der Firma MEG ist ein erster Schritt getan", so Peters. Die Stadt biete Angestellten von neuen Unternehmen ein Wohnumfeld von hoher Qualität. Es müsse aber auch "mehr für Kindergärten, mehr für die Betreuung, mehr für Bildung und mehr für Freizeitmöglichkeiten" getan werden.
Der aus Kempen angereiste FDP-Kreisvorsitzende Wolfgang Lochner berichtete später, die Liberalen gewönnen nicht nur in der Wählergunst dazu, sondern auch Mitglieder. Die FDP im Kreis Viersen begrüßte 78 neue Mitglieder. Sie zählt nun 381 Mitglieder – ein Zuwachs von 23 Prozent.
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