Nettetal: FDP will Nettetal fit für die Zukunft machen
VON ANGELIKA RITZKA - zuletzt aktualisiert: 03.08.2009Nettetal (RPO). Zur Kommunalwahl macht sich die FDP Nettetal einen Spruch der CDU aus der Adenauerzeit zu eigen: "Keine Experimente". Die werde es mit der FDP politisch nicht geben, sagte Fraktionsvorsitzender Hans-Willy Troost zur Rheinischen Post, als er das gerade verabschiedete Wahlprogramm vorstellt. "Wir sind verlässliche Partner für die Bürger", so Troost. "Wir haben eine gefestigte, belastbare Mannschaft mit hoher Erfahrung." Und die will Nettetal "fit für die Zukunft machen" – so steht es im Wahlprogramm der Liberalen für die Seenstadt.
Dafür seien mehrere Bausteine nötig, so die FDP. Beispielsweise eine "solide Finanzpolitik". "Jeder Euro, für den wir keine Zinsen zahlen, ist eine Investition in die Zukunft", spricht sich die Partei gegen das Schulden machen aus. Sie will über eine schlanke Verwaltung, Controling und eine permanente Überprüfung der städtischen Ausgaben für Einsparungen sorgen.
In der Schulpolitik bekennt sich die FDP Nettetal ganz klar bekennt zum dreigliedrigen Schulsystem. Indirekt spricht sie sich damit gegen eine zweite Gesamtschule für die Stadt aus. "Wir wollen das, was besteht und sich bewährt hat, für die Zukunft sichern und bedarfsgerecht anpassen", heißt es im Wahlprogramm.
Nettetal soll nach dem Willen der FDP ein eigenes Jugendamt bekommen. "Warum sollen wir als Stadt mit 43 000 Einwohnern das nicht schultern können?", so Troost. Die FDP ist davon überzeugt, dass das Geld für die Jugendarbeit effizienter eingesetzt wird, wenn die Stadt ein eigenes Amt hat. Im Speckerfeld beispielsweise dürfe nicht am falschen Ende gespart werden, wenn das Ende der dortigen Gemeinwesenarbeit drohe.
Auf dem Wirtschaftssektor bekennt sich die FDP zu ihren generellen liberalen Grundsätzen ("weniger Vorschriften, weniger Verbote, weniger Bürokratie") und fordert mehr zu tun für die Ansiedlung von Arbeitsplätzen. Zudem müsse über den zweigleisigen Ausbau der Bahnstrecke Venlo – Düsseldorf der Anschluss der Region an das Rhein-Ruhrgebiet sicher gestellt werden.
Firmenansiedlungen und neue Arbeitsplätze seien auch über eine zukunftsorientierte Familienpolitik zu schaffen, so die FDP. Nettetal müsse hier mehr tun, um im Wettbewerb zu bestehen. Speziell junge Familien sind im Blickfeld der Liberalen. Der Ausbau von Betreuungsplätzen für Kinder unter drei Jahre sowie ausreichend Plätze für über Dreijährige seien notwendig, um die Vereinbarkeit von Familie und Beruf voranzubringen. Mit offenen Ganztagsschulen werde dem Betreuungsbedarf der älteren Kinder entsprochen.
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