Nettetal: Ferienspaß statt Langeweile
VON ARNE STROUCKEN - zuletzt aktualisiert: 07.07.2010Nettetal (RPO). Für Kinder, die in den Ferien nicht in den Urlaub fahren, hat der Naturschutzhof Nettetal ein umfangreiches Programm zusammen gestellt: Die Kinder haben die Wahl zwischen Naturerkundung, Theater oder Kunst.
Für Schatzsucher, Naturliebhaber und Bastelfreunde ist in den Ferien eine Menge los. Auch in diesem Jahr veranstaltet der Naturschutzhof Nettetal wieder ein umfangreiches Sommerferienprogramm für interessierte Kinder.
Brot backen, Kräutertee brauen, Boote bauen, Fledermäuse erforschen, dem Geheimnis des Feuers auf den Grund gehen – all das sind Aktivitäten, für die man nicht in den Urlaub fahren muss. Denn auch in Lobberich kann das und noch mehr in der Zeit vom 19. Juli bis zum 12. August erlebt werden. Dabei werden insbesondere die heimische Flora und Fauna unter die Lupe genommen.
Die in der Region vorkommenden Säugetiere und deren Spuren sowie die auf dem Naturschutzhof lebenden Hühner, Schafe und Laufenten werden ebenso erforscht wie verschiedene Arten von Kräutern, welche in einer Rallye genauer unter die Lupe genommen und später zu Tee und Quark weiterverarbeitet werden.
Mitmachen
Infos und Anmeldung telefonisch unter Tel. 02153 89374 oder per E-Mail an naturschutzhof@web.de .
Gruppengröße jeweils zehn bis 15 Kinder
Treffpunkt Naturschutzhof Nettetal, Sassenfeld 200, 41334 Nettetal
Mitzubringen sind wetterangepasste Kleidung, Sonnenschutz und bei Tagesveranstaltungen Essen und Trinken.
Alles über Fledermäuse
Zudem nehmen Bienen, Schmetterlinge und Schnecken die ganze Aufmerksamkeit der Kinder in Anspruch. In einem Abendkursus von 21 bis 23 Uhr stehen außerdem Fledermäuse im Mittelpunkt. Dabei wird vor allem ihre Ernährung und Vermehrung hinterfragt. Die Ferienkinder lernen, wie sich Fledermäuse in ihrer Umwelt orientieren. Mithilfe eines Bat-Detekors werden die geflügelten Tiere ausfindig gemacht und bestimmt.
Auch die Seenlandschaft kann von den kleinen Forschern untersucht werden. Um dieses Thema für die Teilnehmer altersgerecht zu gestalten, stehen praktische Tätigkeiten im Vordergrund, die viel Kreativität erfordern. So ist vom Veranstalter zum Beispiel ein Bootsbauwettbewerb angesetzt. Er findet am 5. August statt.
Für besonders wissbegierige Kinder werden sogar geschichtswissenschaftliche Ansätze geboten: Das Bauen von Häusern, Hütten und Phantasiebauten aus Lehm, wie es schon sie schon vor mehr als 9000 Jahren gab, und das einfache Feuermachen sind geplant. Die Ferienkinder erfahren außerdem, wie lange Menschen bereits Getreide anbauen. Im gleichen Kursus geht es dann auch um die Brotherstellung. Gemeinsam soll Stockbrot gebacken werden, damit das erlernte Wissen auch gleich in die Praxis umgesetzt werden kann.
Das Ferienprogramm dreht sich aber nicht nur um Themen aus der Biologie. Der 6. August widmet sich zum Beispiel der Bionik, einer Verbindung von Biologie und Technik. Dabei werden geniale Einfälle der Evolution für die Menschheit nutzbar gemacht. Erfindungen wie Klettverschluss und Stacheldraht nämlich sind lediglich die technische Umsetzung von Naturphänomenen – durch Bionik möglich gemacht.
30 Minuten Papiertheater
Eine Theatervorstellung, genauer gesagt eine Papiertheatervorstellung, steht auch auf dem Plan. Die rund 30-minütige Vorstellung mit handgebastelten Bühnenbildern und Spielfiguren zum Thema "Wettlauf zwischen Hase und Igel" spricht vor allem jüngere Zuschauer an.
Wer Spaß an der Kunst hat, findet auch etwas in dem umfangreichen Programm: Naturmaterialien werden zu Basteleien; Blüten und Blätter zu Stempeln, mit denen T-Shirts bedruckt werden können.
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