Nettetal: Forum im Umgang mit Energie
VON LUDGER PETERS - zuletzt aktualisiert: 23.12.2010Nettetal (RPO). Die Stadt will im April an einem Wochenende umfassend über technologische Entwicklungen zur Energieeinsparung und zum Klimaschutz informieren. Die Veranstaltung richtet sich an alle Bürger.
Was noch wichtig ist
Zielgruppe des Energieforums Interessenten sind nicht nur jüngere Bürger mit Neubauplänen. Gerade ältere Bürger zeigen inzwischen sehr großes Interessen, weil viele ihre Wohnungen oder Häuser sanieren wollen.
Experten kommen unter anderem von der Energieagentur NRW und der Verbraucherzentrale. Die Stadtwerke, Geldinstitute, Handwerker und Dienstleister sind ebenfalls vertreten.
An zwei Tagen eines Wochenendes im April verwandelt sich das Rathaus am Doerkesplatz in Lobberich in ein Energieforum. Gestern stellten Vertreter der Stadt, der Stadtwerke und Guido Gahlings als Vorsitzender des Ausschusses für Umwelt- und Klimaschutz den Stand der Planungen vor. Das Energieforum richtet sich an alle Bürger, ob sie nun ein Haus neu bauen, eines sanieren wollen oder als Mieter wohnen.
Ein Energieforum hat die Stadt bereits für Firmen organisiert. Obwohl nur erstaunlich wenige Unternehmen Vertreter schickten, zeigten sich die Organisatoren zufrieden. "Es fand guten Anklang und hat einige Denkprozesse in Gang gesetzt", berichtete die Technische Beigeordnete Susanne Fritzsche. So seien das Rohstoff- und Energiemanagement überzeugend mit Klimaschutz, Energiesparen und der Verringerung von Schadstoffausstoß in Verbindung gebracht worden.
Das ermutigte die Stadt, ein Energieforum auf breiter Basis vorzubereiten. Sie gewann dafür zahlreiche Partner aus der Wirtschaft sowie Fachinstitute. "Wir suchen noch weitere Teilnehmer, die möglichst etwas zeigen und erklären können", erklärte Markus Grühn vom Fachbereich Planung. Im Rathaus selbst und im Innenhof werden Informationsstände aufgebaut, außerdem sind Fachvorträge im Verlauf beider Tage geplant.
Wettbewerb für Schulen
Die Stadtwerke machen gerne mit, auch wenn sie natürlich am Verkauf von Energie interessiert sind. "Wenn nicht wir, wer soll denn dann mit gutem Beispiel vorangehen?" fragte Geschäftsführer Norbert Dieling. Das städtische Unternehmen will innovative Technologien im Umgang mit regenerativen Energien vorführen und beraten. Außerdem hat es im Rahmen seines Engagements an Nettetals Schulen einen Wettbewerb ausgeschrieben: Weiterführende Schulen erhielten in diesen Tagen Einladungen mitzumachen. Belohnt werden kreative Schulprojekte, die beim Energieforum vorgeführt werden, mit insgesamt 1000 Euro. Eine Jury trifft die Auswahl.
Mit der Aktion rennen die Stadtwerke offene Türen bei der Politik ein. "In den sechs Ratsfraktionen gibt es eine Menge professionellen Sachverstand. Dies zeigen die Beratungen im Arbeitskreis Klimaschutz", berichtete Guido Gahlings. Der Fraktionsvorsitzende der Grünen begrüßte nachdrücklich, dass weiterführende Schulen mitwirken. Weitere Energieforen in den kommenden Jahren sollen auch Kindergärten und Grundschulen an das Thema heranführen. "Wir sind überzeugt, dass die Kinder manches in die Familien hineintragen werden und so Einfluss auf das Verhalten ihrer Umgebung nehmen", sagte Gahlings.
Exkursionen gibt es auch. So können sich Interessenten den Passivhausstandard im Studentenwohnheim der Baugesellschaft Nettetal an der Ringstraße in Kaldenkirchen ansehen und erläutern lassen. Dies gilt auch für den Kindergarten der Bongartzstiftung als Niedrigenergiehaus in Lobberich. KOMMENTAR/ FRAGE DES TAGES
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