Nettetal: Für Ordnung gesorgt
VON LUDGER PETERS - zuletzt aktualisiert: 28.10.2008Nettetal (RPO). Abgeschleppt hat das Ordnungsamt der Stadt Nettetal während des Ferkesmarktes kein Fahrzeug. Aber bei einer Testfahrt fuhr sich die Drehleiter der Feuerwehr fest. Standbetreiber mussten daraufhin umziehen.
So mancher mit viel Schweiß und noch mehr Arbeit aufgebaute Stand im Lobbericher Stadtzentrum wurde am Samstag regelrecht verrückt: Da bahnte sich unangekündigt die Drehleiter der Lobbericher Feuerwehr den Weg durch die eng zugestellten Straßen in der Innenstadt. Dabei gab es nicht einmal einen akuten Einsatz. Das Riesenfahrzeug blieb prompt an einigen Stellen „hängen“. Es ging nichts mehr, und einige Standbesitzer mussten notgedrungen Platz machen.
Für den Ferkesmarkt mit seinen enormen Zuschauerströmen gilt, was für alle Jahrmärkte und vergleichbare Veranstaltungen die Regel ist. Rettungs- und andere Einsatzfahrzeuge müssen im Notfall möglichst problemlos an den Einsatzort gelangen. „Das gibt die Stadt allen Standaufstellern und Veranstaltern mit der Genehmigung schriftlich, außerdem werden alle vom Marktmeister mündlich darauf hingewiesen“, so Stadtsprecher Christoph Kamps.
Saustark
Ferkesmarkt Alle zwei Jahre feiern die Lobbericher ihren deftigen Ferkesmarkt, der nicht nur „saustark“ ist, sondern auch jedem „Sauwetter“ bisher getrotzt hat.
Veranstalter Gemeinsame Veranstalter sind der Werbering Lobberich und der Verkehrs- und Verschönerungsverein Lobberich.
Akteure Schulen und Kindergärten, Vereine und Private machen hier stets eifrig mit.
Es war zu eng
Die Hinweise fruchten jedoch selten. „Man geht davon aus, dass der gewählte Abstand ausreicht, damit ein Fahrzeug hindurchkommt. Als der Feuerwehrwagen am Samstag durch die von-Bocholtz- und die untere sowie obere Hochstraße fuhr, gab es dann doch einige Probleme“, berichtet Kamps. Der Ärger der Standbesitzer habe sich aber in Grenzen gehalten. „Die haben eher gestaunt, dass 3,20 Meter dann wohl doch mehr ist als die Lücke, die sie gelassen hatten. Viele haben sogar verständnisvoll reagiert und sofort ihren Stand etwas zurückgezogen.“
Die Bilanz des Ordnungsamtes für den Ferkesmarkt insgesamt fällt gemischt aus. Obwohl an der unteren Hochstraße eine Parkverbot verhängt worden war, standen am Samstag dort Fahrzeuge. „Wir hatten einen am Haken. Aber als der Besitzer kam, haben wir den Wagen heruntergelassen, er konnte wegfahren“, so Kamps. Der Mann kam mit 15 davon. Halteverbote wurden konsequent kontrolliert, das galt vor allem auf Ausweichstrecken für Linienbusse „Am Bengerhof“ und in der Steegerstraße.
Ging es am Samstag noch einigermaßen diszipliniert auf den Straßen und Grundstücken zu, so gab es am Sonntag einfach wieder einmal zu viele Autofahrer, die ihren Wagen verbotswidrig abstellten. Wie viele „Knöllchen“ geschrieben wurden, will das Ordnungsamt nicht preisgeben.
Es folgt nun noch eine Manöverkritik auch mit den Veranstaltern VVV und Werbering, versicherte Christoph Kamps. Werbering-Chef Norbert Backes war mit einigen Entscheidungen des Ordnungsamtes nach eigenen Angaben nicht ganz glücklich. KOMMENTAR
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