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Nettetal: Für Radweg fließt jetzt Geld

VON LUDGER PETERS - zuletzt aktualisiert: 24.08.2009

Nettetal (RPO). Die Stadt muss sich sputen: In diesem Jahr noch müssen fast 300 000 Euro Fördermittel des Landes für den "Alleenradweg" zwischen Kaldenkirchen und Grefrath ausgegeben werden. Veranschlagt sind insgesamt drei Jahre.

Die Aussicht von der alten Bahntrasse bei Lobberich auf die Umgebung. Hier soll künftig der Alleenradweg durchführen, der Radler von Grefrath bis Nettetal bringt. Doch zuerst muss der Gleisschotter weg.  Foto: RPO
Die Aussicht von der alten Bahntrasse bei Lobberich auf die Umgebung. Hier soll künftig der Alleenradweg durchführen, der Radler von Grefrath bis Nettetal bringt. Doch zuerst muss der Gleisschotter weg. Foto: RPO

Mit dem Bau des geplanten Radwegs auf der früheren Bahntrasse von Kaldenkirchen über Lobberich nach Grefrath kann bereits in diesem Jahr begonnen werden. Korrekt: Die Stadt muss nicht nur in diesem Jahr beginnen, sie muss auch die Fördergelder des Landes bis Ende des Jahres verbauen. "Geld, das wir in diesem Jahr bekommen, müssen wir tatsächlich in diesem Jahr ausgeben", bekräftigte die Technische Dezernentin Susanne Fritzsche. Da konnte der Planungsausschuss nur noch staunen.

Denn der schöne Plan droht zwischenzeitlich unter die Räder zu kommen. Aus dem Alleenradweg-Programm des Landes wurden zwar Zuschüsse versprochen. Aber das Geld sollte erst in einigen Jahren nach Nettetal und Grefrath fließen. Die Nachbargemeinde hatte sich nach einigem Zögern dem Plan angeschlossen, die Bahn- in eine Rad-Trasse umzuwandeln. Grefrath will nämlich einen Teil der Strecke anders nutzen, inzwischen wurde ein nicht nennenswerter Umweg für diesen Abschnitt ausgearbeitet.

Info

Geschichte

BME Die Eisenbahnlinie Kaldenkirchen-Kempen wurde am 1. Januar 1868 von der Bergisch-Märkischen Eisenbahn (BME) in Betrieb genommen.

Dammbau Um den Aufstieg zum Schlibecker Berg möglichst flach zu halten, wurde er etwas abgetragen. Der Abraum wurde als Damm durch den Wittsee aufgeschüttet.

1,4 Millionen Euro insgesamt

Die Stadt erhielt jetzt einen auf drei Jahre verteilten Zuwendungsbescheid über insgesamt knapp 1,4 Millionen Euro. In diesem Jahr fließen 292 500 Euro nach Nettetal, die Stadt muss einen kräftigen Eigenanteil zuschießen. In den beiden folgenden Jahren gibt es 600 000 und 500 000 Euro aus der Landeskasse. Voller Zuversicht, dass es doch noch in diesem Jahr Geld geben wird, hatte die Stadt noch im Winter die Strecke frei schneiden lassen. Das erleichtert den Einstieg in Bauarbeiten auch während der Vegetationszeit.

Ein externes Fachbüro bereitet die Ausschreibung der jetzt anstehenden Arbeiten vor. Die Vorarbeiten dazu sind ebenfalls schon abgeschlossen. Es dürfte also keine Verzögerungen geben, zumal nun Eile geboten ist. Nettetal hat sich sofort mit Grefrath abgestimmt, um das weitere Vorgehen zu koordinieren. Man einigte sich darauf, den ersten Bauabschnitt von Grefrath bis etwa Hinsbeck-Oirlich zu verwirklichen. Diese Teilstrecke führt mit einer sanften Steigung über den Höhenzug. Der zweite Teilabschnitt, der 2010 verwirklicht wird, führt von Oirlich bis zur Kreisstraße 3 in Leuth-Busch. Dort befand sich einst der Haltepunkt Wittsee. Im Jahr 2011 wird der letzte Abschnitt bis zum Bahnhof Kaldenkirchen gebaut. Dazu gehört die Brücke über die Autobahn 61 in Höhe des Ritterguts Altenhof. An diesen Kosten muss sich die DB AG beteiligen.

Der Planungsausschuss beauftragte die Verwaltung, die Ausbauarbeiten öffentlich auszuschreiben. Denn gesucht wird ein Unternehmen, das den Gleisschotter – die Schienen hat die Deutsche Bahn AG vor Jahren abgebaut – verarbeitet. Das ist nur mit Spezialgeräten und einer Technik möglich, über die hiesige Unternehmen nicht verfügen.

Quelle: RP

 
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