Nettetal: Gepflegte Partnerschaft
VON ANDREAS CÜPPERS - zuletzt aktualisiert: 05.05.2008Nettetal (RPO). Vier Tage verbrachte eine große Nettetaler Delegation in der polnischen Partnerstadt Elk. Die Vereine gestalteten ein gemeinsames Programm. Die Offiziellen auf beiden Seiten betonten das gute Verhältnis der Städte.
Partner seit 1998
Elk Die Stadt gehörte bis zum Ende des 2. Weltkriegs zum Deutschen Reich. In Elk leben mehr als 56 000 Menschen.
Partnerschaft Die Städtepartnerschaft zwischen Elk und Nettetal besteht seit 1998.
Zusammenarbeit Bischof Jerzy Mazur regte eine Zusammenarbeit der Studenten an. Bürgermeister Christian Wagner will Kontakt zu den Hochschulen rund um Nettetal herstellen, insbesondere zu Fontys in Venlo.
In Deutschland knubbelten sich die Feiertage am Donnerstag: Tag der Arbeit und Christi Himmelfahrt. In Polen fielen die Feiertage sogar auf drei aufeinanderfolgende Tage. Auch dort feierten die Menschen den Tag der Arbeit am Donnerstag, Freitag war der Tag der Fahne und am Samstag mit dem Verfassungstag einer der höchsten Feiertage des Landes überhaupt.
So durfte sich die große Nettetaler Delegation bei ihrer Kurzreise in die polnische Partnerstadt Elk gewiss sein, Gastgeber anzutreffen, die genügend Zeit für die Gäste aus Deutschland übrig hatten. Entsprechend voll war der Terminkalender der „Nettetaler Tage in Elk“. Los ging es gleich nach der Ankunft mit einem Besuch bei Bischof Jerzy Mazur. An dessen Dienstsitz wurde eine Ausstellung mit liturgischen Gewändern der Lobbericherin Christine Wingels eröffnet.
Eine Richtung: Freundschaft
Der Bischof beobachtet die Städtepartnerschaft mit Stolz und Freude. „Ich hoffe wir schauen alle in die gleiche Richtung: Freundschaft.“ Für das kommende Jahr lud Jerzy Mazur die Nettetaler ein, gemeinsam das Fest anlässlich des 1000. Todestages des Hl. Bruno aus Querfurt zu feiern, der in der Nähe von Elk gestorben war.
Am Abend wurden die „Nettetaler Tage“ dann im Kulturzentrum eröffnet. Das Programm wurde vom Tanzsportverein Nettetal mitgestaltet, der ebenso wie zahlreiche andere Vereine der insgesamt rund 240 Personen umfassenden Delegation vom Niederrhein angehörte. Bürgermeister Christian Wagner, der mit einer kleineren Gruppe erst am Donnerstag nach Polen geflogen war, freute die Beteiligung von deutscher Seite. „Ich bin stolz auf die vielen mitgereisten Nettetaler, die sich für die Städtepartnerschaft begeistern lassen“, sagte er. Sein Amtskollege auf polnischer Seite erhofft sich Symbolcharakter von der Partnerschaft beider Städte. „Wir sollten Vorbild sein für andere Partnerschaften ziwschen unseren Ländern“, sagte Elks Stadtpräsident Tomasz Andrukiewicz.
Auch die weiteren Tage in Elk standen ganz im Zeichen der Partnerschaft. Es gab traditionelle Speisen vom Niederrhein, die Nettetaler Gastronomen mitgebracht hatten. Der Niederrhein-Chor trat auf, die Fußballer des VfL Hinsbeck kickten, Pfarrer Günter Puts feierte zwei Messen und Walter Tillmann, Vorsitzender von „Die Scheune“, gab Einblicke in textile Geheimnisse. Die Malteser bemühten sich derweil rund 300 Kilometer von Elk entfernt in Plock um Kontakte zur dortigen Malteser-Gruppe.
Nachdem sich gestern bereits erste Gruppen auf die Rückreise machten, folgt heute der Rest der Delegation mit Bus oder Flugzeug. An das derzeit gute Wetter in der Heimat muss sich die Reisegruppe nicht gewöhnen: In Elk schien (fast) die ganze Zeit die Sonne.
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