Nettetal: Gerade der Feuerwehr immer eng verbunden
zuletzt aktualisiert: 25.10.2010Nettetal (RPO). Vierzig Jahre und fünfzig Tage gehört der Ehrenwehrführer der Freiwilligen Feuerwehr Nettetal am morgigen Dienstag, 26. Oktober, dieser Feuerwehr an: Reinhold Heußen, Schindackersweg 23, vollendet an diesem Tag sein 70. Lebensjahr. Die Feuerwehr hat ihn weit mehr als die Hälfte seines Lebens begleitet.
Der gebürtige Kaldenkirchener lernte zunächst Speditionskaufmann bei der Spedition Gerlach an der Poststraße. Anfang 1960 wechselte er von dort aus hinüber zur Stadtverwaltung Kaldenkirchen. Der Stadtdirektor hieß damals Friedrich Lenßen, sein erster Abteilungsleiter war Theo Deutges, heute würde man sein Verantwortungsgebiet Fachbereich Soziales nennen. Damals sprach man noch vom Fürsorge- oder Wohlfahrtsamt, wobei die Kriegsopferfürsorge einer der Schwerpunkte war.
Als 1970 die kommunale Neugliederung in Kraft trat, war Heußen beim Ordnungsamt. Im September jenes Jahres trat er der Feuerwehr bei. Er wurde gleich Geschäftsführer der Gesamtwehr unter Wehrleiter Albert Spielhofen. Dessen Nachfolge trat er 1981 an. Reinhold Heußen war bis 2001 Chef der Nettetaler Feuerwehr. Hans Moors wurde dann sein Nachfolger.
Die Reihe der Auszeichnungen für Heußen ist lang. So hat er unter anderen die Ehrennadel und das Feuerwehr-Ehrenzeichen des Landes in Gold erhalten. Der Wehr fühlt er sich auch heute noch verbunden. Sehr beliebt sind beispielsweise die Radtouren, die er auf Kreis- und Stadtebene organisiert.
Sportlich aktiv ist er bei den Senioren des TSV Kaldenkirchen. Er spielte Fußball in der Landesliga und war vier Jahre Hauptkassierer. Auch als er im Rathaus vom Ordnungsamt zur Kämmerei wechselte und dann Leiter der Revision wurde, blieb er der Wehr und dem TSV treu. Er spielte einige Jahre aktiv bei den zweiten Alten Herren.
Sein "Lieblingskind" ist das Feuerwehrmuseum in Breyell, das es ohne ihn nicht gäbe. Er ist häufig dort anzutreffen und führt Gruppen gerne durch die Sammlung. Seit 1970 ist er mit Ehefrau Leni verheiratet. Der Vater von zwei Söhnen freut sich besonders über die beiden Enkelkinder.
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