Nettetal: Giftleger gefährdet auch Kinder
zuletzt aktualisiert: 08.05.2008Nettetal (RPO). Polizei und Ordnungsamt der Stadt fahnden nach einem unbekannten Giftleger im Raum Breyell-Onnert/Lobberich. Am Dienstag meldete sich nach Angaben der Stadt ein Hundebesitzer mit dem Verdacht, dass sein Tier durch einen Köder, ausgelegt am Weg zwischen Lambertikeller und Waldstück (Richtung Breyell See/Boisheim), Gift aufgenommen haben könnte. Ähnlich erging es der Familie Busch aus dem Onnert. Ihr neun Monate alter Labrador zeigte nach einem morgendlichen Spaziergang schweren Vergiftungserscheinungen. Der aufgesuchte Tierarzt vermutet, dass dem Tier ein Nervengift verabreicht wurde. Der Hund habe nur dank der schnellen Hilfe überlebt, weitere gesundheitliche Folgen müssten noch überprüft werden, so Herbert Busch gegenüber der RP. Ihm seien über den Tierarzt weitere aktuelle Fälle bekannt.
Nettetals Pressesprecher Christoph Kamps berichtet, dass Ordnungsbehörde und Polizei eingeschaltet sind. „Der Bauhof wird Warnschilder aufstellen mit der Bitte, Hunde anzuleinen.“. Die Stadt mache sich große Sorgen. Es könne nicht ausgeschlossen werden, dass sich beispielsweise auch Kinder vergiften könnten. Das gelte auch für dort wild lebende Tiere.
Giftanschläge sind in der Umgebung des Nettebruchs und des Windmühlenbruchs nicht selten. Schon 1997 warnten sich Hundebesitzer mit Anschlägen und lobten seinerzeit gemeinsam Belohnungen zur Ergreifung des Giftlegers aus. Im Februar 2005 wurden vergiftete Eier am Weg ausgelegt. „Was treibt einen Menschen dazu, diese Giftköder auszulegen?“ fragt sich wohl nicht nur Herbert Busch. Gleichzeitig appelliert er an Hundebesitzer, grundsätzlich Kot auch an solchen Wegen zu enternen.
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