Nettetal: Großbaustelle Lobberich
VON ANDREAS CÜPPERS - zuletzt aktualisiert: 17.09.2008Nettetal (RPO). In den nächsten Jahren verändert sich Nettetals größter Stadtteil erheblich. Die Stadt drückt dabei aufs Tempo. Der neue Markt soll bereits im nächsten Jahr fertig sein, die neu gestaltete südliche Innenstadt Ende 2010.
Verkehr am Markt
Kreuzung Die Vorfahrt an der Kreuzung Burg-/Süchtelner/Kempener und Marktstraße wird umgekehrt: Kempener und Burgstraße erhalten Vorrang.
Parkplätze Auf der Süchtelner und der Marktstraße entstehen neue Parkplätze. Auf der Burgstraße fallen Stellplätze weg.
Überörtlich Der Verkehr in Richtung Süchteln soll über die Robert-Kahrmann-Straße und die Straße „Am Bengerhof“ gelenkt werden.
Susanne Fritzsche mag straffe Zeitpläne. Das lässt wenig Raum für Diskussionen, zwingt zu Disziplin und intensiver Planung in kurzer Zeit. Der Stadtteil Lobberich wird demnächst zu spüren bekommen, wie sich straffe Zeitpläne auswirken können. „Lobberich wird in den nächsten Jahren eine Großbaustelle“, kündigt die Technische Beigeordnete der Stadt an.
Die ersten Bagger haben bereits Anfang dieser Woche Stellung bezogen. Das erste Ziel: die Burgstraße. Die wird bis Januar 2009 ebenso ausgebaut wie die Robert-Kahrmann-Straße. Damit sollen die untere Hoch- und die Marktstraße entlastet werden. Die Arbeiten sind Vorgriff auf die Rekonstruktion des alten Markts in Lobberich. Auch wenn die in Aussicht gestellten Fördergelder – der Verkehrs- und Verschönerungsverein hat seine Hilfe auch zugesagt – vom Land noch nicht bewilligt sind, wolle die Stadt bei den Arbeiten keine Zeit verlieren, betont Fritzsche.
Suche nach Material für Markt
Innerhalb der Verwaltung wird deshalb bereits über die konkrete Gestaltung des neuen Platzes vor dem alten Rathaus nachgedacht. „Es geht um die Materialien für den Marktplatz, mögliche Bänke und die Beleuchtung“, erzählt die Technische Beigeordnete. Eine Beschlussfassung soll noch in diesem Jahr vorliegen. „Dann könnten wir im Frühjahr 2009 beginnen, wären im Sommer fertig und könnten im Herbst mit der Bepflanzung starten“, erklärt Fritzsche.
Ähnlich ehrgeizige Zeitpläne werden auch bei der Gestaltung der südlichen Innenstadt verfolgt. „Kaufland möchte Ende 2010 eröffnen“, sagt Fritzsche. „Bis dahin müssen wir unseren Teil geleistet haben.“ Das bedeutet, die verkehrlichen Rahmenbedingungen für das geplante Wohn- und Geschäftszentrum im Stadtkern zu schaffen. Dass der Investor mit rund einer Million Euro die Kosten für die groß angelegten Straßenbauarbeiten der nächsten Monate trägt, verbucht die Stadt dabei als großen Verhandlungserfolg. Die Arbeiten betreffen Fenland-Ring, südliche Friedensstraße bis zur Johannes-Cleven-, Breyeller, Hoch- und Düsseldorfer Straße samt Parkplätzen.
In diesem Zusammenhang betont Susanne Fritzsche, dass die Kaufland-Ansiedlung ganz Lobberich als Einkaufsstandort fördern solle. „Wir wollen kein geschlossenes Einkaufszentrum, sondern kaufland als integralen Bestandteil der Lobbericher Innenstadt mit einer entsprechenden Anbindung und Vernetzung.“
Sortimente festgelegt
Das herrschende Sortimentsproblem soll gleichzeitig behoben werden. „Wir haben im Bebauungsplan ausdrücklich festgelegt, welche Sortimente anzusiedeln sind“, sagt Fritzsche. Dazu gehören Unterhaltungselektronik, Schuhe und ein größerer Drogeriemarkt.
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