Nettetal: Hertie plant eine Image-Kampagne
zuletzt aktualisiert: 22.08.2008Nettetal (RPO). Die Stadt Nettetal setzt alles daran, das Kaufhaus „Hertie“ in Lobberich zu erhalten. Bereits in der Karstadt-Krise vor wenigen Jahren hatte Bürgermeister Wagner sich bei den Verantwortlichen für das Kaufhaus verwendet. Jetzt schilderte er in einem ausführlichen Telefonat Insolvenzverwalter Dr. Biner Bähr die guten Perspektiven des Hertie-Standortes in Lobberich. „Sowohl die bisher gute Stellung des Hauses, als auch die weitere Belebung der Lobbericher Innenstadt durch die Ansiedlung eines Einkaufszentrums zeigen die Vorteile der Filiale“, unterstrich Wagner anschließend.
Das Nettetaler Kaufhaus war im Sog der Finanzkrise beim englischen Hauptinvestor Dawney Dawn mit 73 weiteren Filialen in Insolvenz gegangen. Hertie gehörte früher zum Karstadt-Quelle-Konzern (heute Arcandor). Als der Konzern 2004 in die Krise geriet, trennte er sich damals von bundesweit 77 kleineren Häusern, die zunächst als „Karstadt kompakt GmbH“ firmierten. 2006 übernahm Dawney Dawn Hertie, wie die Filialkette dann hieß.
Der Insolvenverwalter habe es als positiv bewertet, dass Hertie Nettetal über den Werbering Lobberich und die Nettecard eng mit dem örtlichen Einzelhandel vernetzt sei, berichtet Wagner. Er nutzte die Gelegenheit des Telefonats, um Bähr die Marketing-Unterstützung der Stadt für Hertie in der Vergangenheit zu erläutern. Der Bürgermeister sagte dem Insolvenzverwalter die aktive Mitwirkung bei einer Kampagne zu, die Hertie für die nahe Zukunft plant. Darin soll die Bedeutung von Hertie für die jeweilige Stadt unterstrichen werden. „Wir stehen zu Hertie!“ versicherte Wagner. Er sei sicher, dass dies die Meinung der Nettetaler Bürger entspreche.
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